der in Wien, und die Vermeidung unnützer Doppel-
käufe in die Wege leiten. Die großen Zuwächse der
Spezialsammlungen der letzten Jahre hängen vor allem
mit der vom Bundesministerium für Unterricht seit
dem Jahre 1920 eingeleiteten Zusammenlegung „gleich-
artiger Bestände” in den verschiedenen Kunstsamm-
lungen des Staates zusammen, die durch den Zuwachs
der wissenschaftlichen Sammlungen des früheren
Hofes nahegelegt wurde. Dem schweren Verlust der
Kupferstichsammlung der ehemaligen Hofbihliothek,
welche mit der bisherigen Sammlung Albertina
zu der jetzigen graphischen staatlichen Sammlung
»Albertina” vereinigt wurde, steht die Einverleibung
der ehemaligen Habsburg-Lothringischen Familien-
Fideikommißbibliothek gegenüber mit rund 200.000
Bänden gedruckter Bücher, 810 Inkunabeln, etwa
2300 Handschriften, 500 Landkarten, 30.000 Kunst-
blättern (einschließlich der Aquarelle und Hand-
zeichnungen), über 100.000 Porträts und der 22.300
Blätter zählenden Lavater-Sammlung in 833 Porte-
feuilles. Es wuchsen aus ihr der Handschriftensamm-
lung der Nationalbibliothek die Handschriften und
Inkunabeln zu, die Karten der Karten-Sammlung der
Nationalbibliothek, während die „Albertina” die
Aquarelle, Handzeichnungen und Kunstblätter, soweit
es keine Porträtdarstellungen waren, übernahm. Die
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Jruckwerke wurden nach Feststellung der auszu-
cheidenden Doubletten dem Druckschriftenbestande
ler Nationalbibliothek einverleibt; wegen des schon
rüher betonten und noch bestehenden Raummangels
n den Depots der Nationalbibliothek verblieb ihre
»isherige Aufstellung im Ringstraßenflügel der Neuen
zurg, zumal ihre Benützung auf Grund des gedruckten
Cataloges möglich ist. Die Bildnissammlung der ehe-
naligen Familien-Fideikomißbibliothek wurde indessen
ygänzt durch die etwa 2000 Porträts des ehe-
naligen Kupferstich-Kabinetts der Hofbibliothek
Bildnissammlung des Prinzen Fugen), durch die
”heaterporträt-Sammlung (etwa 25.000 Blätter)
ıus dem Besitz der ehemaligen Intendanz der Hof-
heater, durch die Bildnissammlung von Aerzten
ınd Naturforschern aus dem Besitze des Ana-
omen Dr. A, Friedlowsky in Wien, durch die 3000
’orträts umfassende Sammlung des Kriegsarchivs
ınd die Bildnissammlung der alten Albertina
ınd durch eine Reihe anderer kleinerer Gruppen.
Die Abteilung Photographien erfuhr durch die
m Jahre 1925 erfolgte Widmung von 12.000 Bild-
ıissen hervorragender Persönlichkeiten aus dem Besitze
Ir. Ing. Walters, Dr. Herberts, Ing. Ottos und Erichs
ron Doblhoff eine bedeutende Bereicherung. Dazu
camen in den letzten Jahren durch Ankauf und
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Erste Seite der handschriftlichen Partitur des Rosenkavalier von Richard Strauß. (Im Besitze der Nationalbibliothek)