einen Bundesbeitrag von 4 Milliarden Kronen und mit
Gesetz vom 21. Juni 1922 einen weiteren Bundesbeitrag
von 11 Milliarden Kronen. Durch Gesetz vom 20. Juli
desselben Jahres wurde ein Sonderbetrag von einer
Milliarde Kronen zur Errichtung von Beamtenwohnun-
gen im Burgenlande bewilligt. Im Hinblicke auf die
immer {ortschreitende Teuerung und Geldentwertung
wurden durch Gesetz vom 6. September 1922 32 Mil-
liarden Kronen und schließlich durch Gesetz vom 27. No-
vember desselben Jahres noch 16 Milliarden Kronen
an Bundesbeiträgen gewährt. Insgesamt wurden also 64
Milliarden Kronen als verzinslihe und rückzahlbare
Bundesvorschüsse dem Bundes-Wohn- und Siedlungs-
fonds zur Fertigstellung der begonnenen Bauten zur
Verfügung gestellt.
Die österreichischen Baulosemissionen in den
Jahren 1922 bis 1926. .
Auf Grund der durch das Gesetz vom 28. Juni 1922
erteilten Ermächtigung nahm der ‚.Bundes-Wohn- und
Siedlungsfonds im Jahre 1922 noch eine Losanleihe —
Österreichische Baulosemission 1922 — im Nennbetrage
von I’? Milliarden Kronen auf und erlöste daraus 900
Millionen Kronen zur Gewährung von Bauvorschüssen
für Fertigstellungsarbeiten.
Die Mittel, die der Fonds weiterhin der gemeinnützigen
Bautätigkeit zuführte, wurden ausschließlich aus dem Erlös
der in den Jahren 1923, 1925 und zuletzt im Jahre 1926
veranstalteten Lotterieanlehen gewonnen. Die Ööster-
Teichische Baulosemission 1923/1 — Gesetz vom II. Juli 1923 —
im Nennbetrage von 6 Milliarden Kronen ergab. einen
Erlös von 5'3 Milliarden Kronen; die Emission 1923/11 —
Gesetz vom 25. September 1923 — im Nennbetrage von
12 Milliarden Kronen führte dem Fonds 10°6 Milliarden
Kronen zu. Da das Gesetz vom 25. September 1923 die
Regierung zur Aufnahme eines Lotterieanlehens im Nenn-
betrage von insgesamt 60 Milliarden Kronen ermächtigt
hatte, die Emission 1923/11 nur einen Nennbetrag von
12 Milliarden umfaßte, wurde der restliche Betrag von
48 Milliarden Kronen (S 4,800.000.-—) nachträglich durch
die österreichische Baulosemission 1925 zur Zeichnung
aufgelegt. Der Erlös dieser Anleihe betrug für den Fonds
S 4,040.000.—. Die letzte Losanleihe, die veranstaltet
wurde, die österreichische Baulosemission 1926, beruht auf
dem Gesetz vom 27. Juli 1926. Ihr Nennbetrag war
Ö Millionen Schilling. Infolge der starken Nachfrage nach
den Baulosen konnte bei Begebung dieser Anleihe für
den Fonds ein Agio erzielt werden. Der Fonds erhielt
daher 7'3 Millionen Schilling.
Die mit Fondskredithilfe errichteten gemein-
nützigen Wohnungsbauten.
Der Gesamterlös der vom Bundes-Wohn- und Sied-
ıngsfonds veranstalteten Lotterieanlehen
betrug ..0.000000000000 4 4 + S13,670.000
das Obligationendarlehen der Banken
im Jahre 1921 10.0.0000 4 4 4» 50.000
and schließlich die Bundesbeiträge aus
dem Jahre 1922 zusammen . . . „ 6,400.000
so daß dem Fonds aus diesen Ein-
nahmen insgesamt. .... . .5$20,120.000
uflossen. Aus diesen Finnahmen, aus den Beiträgen
ler Arbeit-(Dienst-)geber und schließlich aus Gebarungs-
iberschüssen (Fondserträgnissen und Darlehensrüc-
zahlungen) gewährte der Bundes-Wohn- und Siedlungs-
'onds an öffentliche Selhstverwaltungskörper und gemein-
1ützige Bauvereinigungen insgesamt seit seiner Errichtung
Darlehen im Gesamtbetrage von. . . SS 23,990.000
in der gleichen Zeit wurde vom Fonds
mittelbare Kredithilfe geleistet durch
Übernahme der Bürgschaft für Dar-
lehen im Betrage von... ..
aus sonstigen Mitteln wurden durch die
Bauherren aufgebracht . . . .
zo daß die Gesamtbaukosten der mit
dieser Fondskredithilfe errichteten
Häuser 2.0.0000
»etrugen.
Mit der mittelbaren und unmittelbaren Kredithilfe des
3Zundes-Wohn- und Siedlungsfonds haben die Gemeinden
ınd gemeinnützigen Bauvereinigungen 810 Miethäuser,
‚O51 Einfamilienhäuser und 592 Siedlungshäuser, zu-
jammen 24062 Häuser mit insgesamt 8654 Wohnungen
zrrichtet. Die untenstehende Tabelle gibt Aufschluß über
len Anteil der neun Bundesländer an dieser Bautätig-
keit und der damit zusammenhängenden Fondskredithilfe.
Auf den folgenden Bildtafeln sind einige Beispiele der
mit Kredithilfe des Bundes -Wohn- und Siedlungsfonds
errichteten Wohnhausbauten, Ein- und Mehrfamilien-
häuser zu sehen, die eine Vorstellung von der umfang-
wurden mit F ondskredithilfe errichtet 1921 bis 1928
. Einfamilien- | Siedlungs- |
Miethäuser häuser Hanser 1 Wohnungen
- 5 1
Fonds- | Darlchen mit Gesamt-
darlehen | Fonds- baukosten
s bürgschaft ‘ Ss
Im Bundesland
Wien. — 2...
Niederösterreich .
Überösterreich
Salzburg ..
Tirol...
Vorarlberg . . vn
Steiermark . . 2.2.0...
Kärnten . . ..
Burgenland. .
179
175
92
12
4
10
200 |
56
+
311
449
54
57
10
19
50
454
135
3130
2031
893
342
355
85
1309
388
191
5.736.000 408.000 |
5.818.000 846.000
2,953.000 497.000
1,207.000 78.000
2.519.000 461.000
773.000 44.000
2.306.000 | “133.000
1,356.000 81.000
1.331.000 20.000
8,017.000
7,404.000
3,838.000
1,428.000
3,311.000
908.000
2,710.000
1,597.000
1.501.000
‚.Nsgesamt-. .
319 | 1051 =! 599 ' 8654 | 28,999.000 | 2.568.000 | 30,709.000