Vormort
Die vorliegende Schrift ift aus einernı Vortrag in der erweiterten Situng des Zen:
tralfomitees zur Vorbereitung der jährliden Generalverfammlungen der Katholiken
Deut[hlands am 4. Juli 1916 in Franffırrt a. M. erwachlen. Sie bildet den dritten,
pratti{ch-fozialen Zeil zu der Gejamt{Hrift „Che und Vollsvermehrung“. Der erite
Teil: „Che und Kinderfegen vom Standpunkt der AHriftlichen Sittenlehre“ von Uni-
verfitätsprofeffor Dr. Mansbach (Müniter i. WW.) und der zweite Teil: „Se{hlechtsteben
und Fortpflanzung vom Stundpunkt des Arztes“ von Profellor Dr. SG. Stider (Münkfter
t. W.) find bereits im November 1916 erjchienen. Die Stkizze vorliegender Schrift
lag Ion in Frankfurt gedrudt vor und follte, in befheidenem Umfange eriveitert,
gleichzeitig mit den erjten Teilen er[dheinen. Allein bei Ausführung des Klanes drängte
läd immer mehr die Überzeugung auf, daß mit bloß (Hzzenhafter UAnführung der
mannigfaltigen Borjchläge auf dem Gebiete der Soziakreform wenig gedient jet.
Daraus reifte der Ent{Hluß zur Erweiterung der Arbeit, wie wir fie hiermit als eriten
Berfuch einer folden fyjtematiiden Zujammenftellung der weitern Öffentlichkeit
unterbreiten, Yırch hier war bei der Fülle des Materials VefchHränkeng geboten. Um
bie fortlaufenbe Lektüre zu erleichtern, it das Detail im KMeindruc untergebracht.
€ find gewiß Zweifel berechtigt, ob immer das rechte Nugenmaß für das WicHtige
und weniger Wichtige gewaltet Hat, ob Vorfhläge und Kritik überall das Richtige
getroffen haben, In diefer Hinficht find wir für jede Belehrung dankbar, Nur eine
Anerkennung möge man uns nicht verfagen, daß wir ehrlich verfucht haben, dem
Ernte des Problems gerecht zu werben und jeden wohlgemeinten Gedanken und
Borfchlag objektiv und loyak zu würdigen. In der Not der Beit hat jeder, der nach
beftem Wiffen und Können feinen Rat und feine Mithilfe in Dienit {tellt, Anfpruch:
zuf freundliche Aufnahme und nachfichtige Beurteihung. Um diele Nachlicht bitten.
auch mir.
Münfter i. W., den 20. Mai 1917.
Der Berfaffer..