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geringere Güte des Produkts überall merkbar. Der Zucker der Pflanzung
Santa Anna z. B. war immer ein ausgezeichneter Muskovado für den
unmittelbaren Genuß gewesen, gab aber nach Einführung der neuen Mühlen
zu lebhaften Klagen Anlaß.
01» folgenbcn Sage. &aö moren nid)t
volljährige Schößlinge. Die Maschine ging mit normaler Geschwindigkeit:
Bon 7475 <tl. kamen zunächst 3400 <11 Bagasse, also 4075 //. Saft; sodann
beim 2. Pressen 2550 //. Bagasse und also 850 €t. Saft, zus. : 4925 //
= 74,51%, mono» 10,39% ouf Ne 2. $reffung fallen. Gine Trennung
der Bagasse beider Pressungen fand nicht statt, die Verluste wurden also
i#t mie beim e#» $86^1^6 beríidfid)tigt. S)a biefeë fid; 1)0146%:
nub »»^#1^^01)11^1- gegen beu ®rud ermieë, fü mat eiu fold)eë Grgeb=
utg erwartet und erklärt den größeren Vortheil der 2. Pressung, welche da
nach für geringeres Rohr sich besser eignet.
3n einem fran^iifd)en Gonfi,Möbeii# für baë 3al)r 1886 mirb
baë Grgebnifj bo^eíter $reffung, in Beäug ouf bie Weit einet Gentml=
fabris, welche ihr eigenes und sehr vorzügliches Rohr verarbeitet, also dar
gestellt. Durch zwiefache Pressung erhält man 71,68% Saft, von 12,2°
Dichtigkeit, woraus durch sachgemäße Behandlung fast 12% centrifngirten
Zuckers und Melassezuckers erzielt würden. Die übrigen 9,3 % dès bei
bet moWo# auf 21,3% festgestellten BudergeíioItcS I)obe man mit
0,3 % in der Bagasse und mit 3 % in der nach dem zweiten Produkte
verbliebenen Melasse ermittelt. Dies sei ein verhültnißmüßig vorzügliches
Ergebniß, welches man allen Cubanischen Fabriken wünschen möchte. Ju-
dessen sei es in der großen Praxis nicht leicht, eine so hohe Ausbeute durch
wirthschaftlichen Betrieb zu erreichen. In den mit guten Maschinen ver
sehenen und nach vervollkommnetem Verfahren betriebenen Fabriken gewinne
man bei zwiefacher Pressung immerhin bereits durchschnittlich 10% %
Busier vom Rohrgewichte, also ungefähr aus 8 bis 900 arroben ein Faß Zucker.
Der Bericht, welchem diese Mittheilung entnommen ist, leidet jedoch augen
scheinlich an sehr optimistischer Auffassung der Cubanischen Verhältnisse,
wie dies aus anderen darin enthaltenen Aeußerungen hervorgeht. Aehnlich
steht es mit einer anderen französischen Mittheilung aus dem Jahre 1885,
welche folgende Ausbeute herrechuet: erste Pressung 64%, zweite Pressung
7% gast, zusammen 71 % mit 17,8% 3»der, 0,75 pimeli, 0,26 galten,
0,89 orgamf^^en gtoffen imb 80,30 Baffer; ^(##1 1,082 imb ateiii:
heitsquotient 90,35; hieraus wurden hergestellt Füllmassen 12,14% mit
84,0 Zucker, 2,95 Invert, 1,80 Salzen, 2,60 organischen Stoffen und
8,05% Wasser; Quotient 91,95; geschleudert wurden daraus 74,10 %
trockenen Zuckers, also 9% erstes Produkt, und außerdem noch 1,25 %
Zweites Produkt. Daraus folgert der Berichterstatter dann, daß der
Fabrikant noch 7,67 fr. verdiene, die Zuckerindustrie in Cuba sei also