“not. Schmidt-Mittersill
Deutscher Edelschweineber der Schweinezuchtgenossenchaft
Steinfeld, Kärnten
gert, dagegen der Export vermehrt hat. Im Zusammenhalte
mit der Tatsache, daß mehr Molkereierzeugnisse
verzehrt werden, ergibt sich aber
aus den obigen Zahlen noch die bedeutsame
Schlußfolgerung, daß die Qualität dieser Erzeugnisse
sine wesentliche Besserung erfahren haben muß. Denn
nur unter dieser Voraussetzung hat der Inlandskonsum
lie heimischen Produkte aufgenommen und auf den
Import verzichtet; die gleiche Voraussetzung gilt für
lie Erklärung des gesteigerten Exportes. Der Beweis
ür die Besserung der Qualität wird ferner durch die
Beurteilung der zu den Butter- und Käseschauen des
nilchwirtschaftlichen Vereines immer zahlreicher einzesandten
Proben erbracht, welche ein zunehmend
zünstiges Resultat ergeben.
Zur Erzeugung von Qualitätsprodukten ist eine
gute, gesunde und reine Milch erforderlich, deren
Gewinnung von einer zweckentsprechenden Fütterung
ınd Haltung des Milchviehes, vom richtigen und sorgfältigen
Melken sowie von einer einwand-[reien
Behandlung der Milch abhängig ist.
In der Erkenntnis dieser Notwendigkeit
wurden Schulen und Kurse für Viehpfleger
and Melker errichtet, die sich fortgesetzt
eines starken Zuspruches erfreuen. Bei dieser
Gelegenheit sei auch darauf hingewiesen,
daß die seit Jahren immer eindringlicher
erhobene Forderung nach Errichtung
einer Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt
für Milchwirtschaft der Erfüllung entgegengeht,
indem diese Anstalt in Wolfpassing
bei Wieselburg an.der Erlauf bereits im
Bau sich befindet und in diesem Jahre
ihre Tätigkeit aufnehmen wird. Auch Lehrmolkereien
und Molkereischulen zur Heranbildung
von Sennern, Käsern und Buttermeistern
wurden gegründet, von welchen
die Molkereischule in Andelsbuch hervorgehoben
sei. Ferner wurden Einrichtungen
und Anlagen für die technische Behandlung
und Verarbeitung der Milch nach modernsten
Systemen in großer Zahl geschaffen. Außer Musteralp-
und Talsennereien wurden große Dampfmolkereien
mit einer Tagesverarbeitung selbst bis zu 30.000 Liter
von den zahlreich entstandenen Milch- und Molkereigenossenschaften
errichtet. Hiebei muß auch der großzügigen
Kreditaktion gedacht werden, welche durch
die Freigabe von sechs Millionen Schilling aus der
Völkerbundanleihe die Neuerrichtung dieser Molkereianlagen
ermöglichte, von denen sich bereits 43 in
Betrieb und 8 solcher Anlagen im Bau befinden.
"Diese mit den vollkommensten technischen Einrich-‚ungen
ausgestatteten und von bewährten Fachkräften
zeleiteten Molkereien erzeugen erstklassige Produkte
ınd müssen naturgemäß auch schon infolge ihres
ıroßen Betriebsumfanges einen wesentlichen und be-;stimmenden
Einfluß auf die allgemein wahrnehmbare
Qualitätsverbesserung haben. Durch die Errichtung der
‘ahlreichen Molkereien wird aber auch die Ueberbelieerung
der Konsumorte mit Milch und eine unratioıelle
Verwertung sowie insbesondere eine Entwertung
lerselben vermieden, welchen Gefahren vor allem im
nteresse der Produzenten vorgebeugt werden mußte.
Dem ungeahnt rasch aufblühenden Stand der öster-'eichischen
Milchwirtschaft muß nun, soll nicht ein
zefährlicher Rückschlag eintreten, ein ausreichenler
Konsum und Absatz folgen, mit welchen
‚ragen sich in verdienstvoller Weise die Milchpropazandagesellschaft
befaßt. Doch erscheint es als eine
wichtige Aufgabe, ja geradezu als eine Pflicht aller
berufenen und interessierten Kreise, in gleicher Weise
Oortgesetzt und energisch auf einen vermehrten Konsum
hinzuwirken.
Nach dem heutigen Stande kann der Wert des
gesamten landwirtschaftlichen Viehstandes, wie er in
der ersten Tabelle verzeichnet ist, mit dem Betrage
Kärntner (Seeländer) Schaf
Phot. Sohner, Wien
Alf