Full text: 10 Jahre Wiederaufbau

Außerdem bestehen in Oesterreich zahlreiche in- 
Justrielle Unternehmungen, welche Rohholz zu Möbeln, 
"urnieren, Parketten, Sperrholz, Holzstöckeln, Wagen, 
Zündhölzern, Schuhleisten, Spielwaren, Fässern, Holz- 
ıägeln und dergleichen verarbeiten. Schließlich wären 
auch noch zu erwähnen die Holzimprägnierungs- 
anstalten und zahlreiche Lohstampfen. die Fichtenrinde 
verarbeiten. 
Der Großwaldbesitz bildet. in der Regel ein selb- 
ständiges Erwerbsobjekt. Die Bewirtschaftung ist dahin 
Zerichtet, alljährlich möglichst hohe Erträge zu erzielen, 
Das Hauptprodukt dieser Bewirtschaftung bildet das Holz. 
Beim Kleinwaldbesitz steht der, Wald im Dienste der 
Haus- und Landwirtschaft. Doch ist er für die Bauern- 
inwesen im Gebirgslande von ausschlaggebender Bedeu- 
tung, weil der Wald einerseits den Haus- und Guts- 
bedarf an Walderzeugnissen deckt und anderseits die 
Kapitalsreserve für Zeiten der Not oder des erhöhten 
Seldbedarfes bildet. Der Bestand dieser Gebirgsbauern- 
Wirtschaften ist daher nicht zuletzt von der Bewirtschaftung 
der dazugehörigen Wälder abhängig. 
Der Wald als Wirtschaftsobjekt. 
Um die Stellung der Forstwirtschaft Oesterreichs zu 
erläutern, möge zuerst dargestellt werden, welche Rolle 
das Holz im auswärtigen Handel Oesterreichs im Jahre 
1027 eingenommen hat. Als Grundlage hiezu wurde die 
vom Bundesministerium für Handel und Verkehr her- 
ausgegebene Statistik des auswärtigen Handels Oester- 
teichs im vierten Viertel 1927, die auch eine Zusammen- 
fassung über das ganze Jahr enthält, genommen. In der 
Ausfuhr sowie im Ausfuhrüberschuß nimmt der Wert 
Äer Tarifoost 2306, Holz und Holzwaren, die erste Stelle 
Aufnahme des Forstmeisters Ing. Fekarek 
Drahtseilbahn in den Karawanken (Kärnten) 
Holz-Trift im gebundenen Zustand (Flößerei) auf der Salza in 
Steiermark . 
in. Vergleichsweise werden noch angeführt die Tarif- 
»ost 25, Papier- und Papierwaren, deren Rohprodukt 
ast ausschließlich inländisches Holz darstellt — die ge- 
1annte Statistik weist für das Jahr 1927 keine Finfuhr 
‚on Schleifholz und Holz zur Zelluloseerzeugung nach — 
ınd die Tarifpost 34, Eisen- und Eisenwaren, weil gerade 
lie Eisenproduktion Oesterreichs auch von außerordent- 
licher Bedeutung ist. 
Vergleich der Ein- und Ausfuhr im Jahre 10927. 
Nach der Warenmenge: 
Kinfe’h Austube 
Menge | [me 
In ın 
Wagen % Wagen % 
„AM. ad 
Ober- | Ab- 
schuß gang 
| Im ganzen 75.301100 [s92.888l100 | — [482.502 
30 | Holz und Holz- 
waren | 12.288] 14 -- 54:13 200.386! 
151 Papier- und | | 
Papierwaren! 1.620| 0190| 26.404| 6°72| 24.784' 
34 | Eisen- und / / 8 © 
Eisenwaren 193.435) 0°53| 32.132| 818 | 18.697' 
Nach dem Werte- 
Einfuhr ] Aw 
Wert | Wert | 
in Da in 
1000 8 1000 S % | Ober- | Ab- 
schuß | gang 
3,184.208/100 ji 100 | — | oS6.208 
| 
41.177 1°29 TS 
nm 156.853 Bu 
| 
86.43212°71| 196.320 w6l00 ser! 
T. 
p 
Bezeichnung 
Im ganzen 
20| Holz- und 
Holzwaren 
15] Papier- und 
Papierwaren | 
i4l Eisen- und 
Eisenwaren 
1 1 { | 1 I 
Aus diesen wenigen Ziffern folgt, daß das Holz und 
die Holzwaren an der Finfuhr nur mit I’40%., an der
	        
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