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Erster Teil.
daß gewisse Leistungen von Fall zu Fall zu einem klargestellten Betrage
in Anrechnung kommen. Eine solche Maßregel wird nicht nur den
Arbeitern, sondern auch den Farmern zugute kommen, denn sie leiden
häufig zu Unrecht unter dem Vorwurfe, niedrige Löhne zu zahlen, und
zwar nicht etwa da, wo die Gesamtleistung an die Arbeiter wirklich
niedrig ist, sondern dort, wo der Naturalanteil ein hoher ist.
Ad 2 ist auszuführen: Von je zwölf ländlichen Arbeitern ist nur
einer über 65 Jahre alt; aber auch über dieser Altersgrenze gibt es
noch viele vollwertige Arbeiter, da langjährige Übung in vielen Fälleil
mehr wert ist als Jugendkraft. Jesse Collings rügt mit Recht die land
läufige Bezeichnung des Landarbeiters als eines ungelernten Arbeiters.
Im übrigen ist es selbstverständlich, daß der gesetzliche Minimallohn
nur für den Normalarbeiter, nicht für Schwache und Alte gilt.
Ad 3. Schon jetzt ist auf fünf ständige Landarbeiter ein Ge
legenheitsarbeiter vorhanden. Dieses Verhältnis dürfte sich deshalb
wenig ändern, weil letzterem natürlich ein höherer Tagelohn zugesprochen
werden muß.
Ad 4. In der Tat legte der Verlust vou 800000 ha Ackerland
zwischen 1881 und 1901 60000—80000 Arbeiter lahm, seitdem sind
weitere 400 000 ha in Gras gelegt, also weitere etwa 30 000 Arbeiter
überflüssig geworden. Aber diese Umwandlung war fast ganz die Folge
niedriger Getreidepreise und nicht etwa steigender Löhne; sie wird also
auch in Zukunft eine Funktion der Marktpreise sein.
Zu beachten ist ferner, daß niedriger Tagelohn und billige Arbeit
sowie hoher Tagelohn und teuere Arbeit durchaus nicht identisch sind.
Die Kosten eines bestimmten Quantums Arbeit können sogar fallen mit
steigendem Tagelohn. Auf einem besonderen kleinen Fragebogen sind
hierüber Erhebungen angestellt worden; er ist hauptsächlich solchen
Farmern zugestellt worden, die sowohl in Gegenden mit hohen wie in
solchen mit niedrigen Löhnen gewirtschaftet haben. Die Mehrzahl hat
geantwortet, daß die hochbezahlte Arbeit nicht mehr, ja sogar oft weniger
kostete als die niedrig bezahlte. Sind also die Farmer in den Graf
schaften mit hohen Löhnen keineswegs schlechter daran als ihre Berufs
genossen in Gegenden niedriger Löhne, so könnte trotzdem eine so starke
des Landarbeiters van der des Fabrikarbeiters (oder eigentlich umgekehrt, da ja
der der erste, der früher da war) nicht klar geworden zu fein. Siehe hierüber
das Nachwort.