Full text: Ansprachen und Vorträge

Einige Schlußbemerkungen noch. In den Dingen des Exports, 
die uns nahe liegen, ist, wenn wir sie richtig anfassen, das Aus— 
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der Krieg hat die Auslandsdeutschen an Deutschland heran 
gedrängt, weil sie, die gar nicht in den Krieg verwickelt waren, 
auf einmal auch unter diese Verfehmung des Deutschen traten, 
so daß jetzt im Auslandsdeutschtum, manchmal mit Bitterkeit, 
Fragen des allgemeinen Deutschtums gestellt und erwogen 
werden. Beim Auslandsdeutschen ist das starke Bedürfnis, an 
die Heimat wieder heranzukommen, weil die Heimat jetzt selber 
ein anderes nationales Aussehen, eine andere nationale Form— 
gebung bekommen hat, die eine viel intensivere Verbindung der 
Außenprobleme und der inneren in sich schließt, als die frühere 
Zeit sie gekannt hat. Bis zum Jahre 1913 war das deutsche 
Volk großartig — oder sinnlos, wie Sie wollen — in der Ver— 
schwendung seiner Kinder; wenn sie nach zehn Jahren nicht den 
bureaukratischen Schritt zum Konsulat taten, dann waren sie 
nach diesen zehn Jahren keine Deutschen mehr. Jetzt ist dieses 
Deutschtum draußen an das Deutschtum drinnen herangekommen, 
und jetzt handelt es sich für uns darum, inwieweit ihre Arbeit, 
ihr Konsum, inwieweit ihr Sein für die deutsche Gesamtarbeit 
ein Triumph oder ein Verderben sein kann. 
Ich wäre versucht, auch davon zu sprechen, wie wir im Jahre 
1914 angefangen hatten, auf die Konsuln des deutschen Vater— 
landes einzuwirken und zu ihnen von den Dingen zu reden, die 
uns bewegen, unter der Erkenntnis, daß es für unsere amtlichen 
Auslandsvertreter wichtig sei, etwas davon zu wissen, was hier 
vorgeht, damit sie selber ein Stück der Verantwortung für beste 
deutsche Leistung mit tragen wollen. Ich könnte von dem reden, 
was in Messeversuchen positiv gewagt werden sollte; ich muß es 
mir aber versagen. Doch will ich eine Schlußbemerkung machen, 
die nicht zur aktuellen Handelspolitik Stellung nimmt, sondern 
eine außerordentlich alte Banalität ist, nämlich die alte Ge— 
schichte, die Caprivi bereits formuliert hat, daß Deutschland ent— 
weder Menschen ausführen muß oder Waren. Wir haben durch 
unsere falsche Steuerpolitik — siehe die Luxussteuer — teilweise 
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