Metadata: Die Social-Demokratie

70 HI Umsturz d. Ordnung durch die Soc.-Demokratie. 
III. 
„Weh', wehe dir, du arge, böse Welt, 
„Wo solch Entsetzliches sich mag begeben! 
„Fluch, ew'ger Fluch dir! Du verdammtes Geld! 
„Weil du verpestet alles Menschenleben. 
„Nicht ohne dich wär dieser Mord geschehn, 
„Nicht ohne euch, ihr reichen Ungeheuer! 
„D'rum müßt ihr einst auch am Gerichte steh'n, 
„Und wahrlich, ihr bezahlt den Frevel theuer. 
„Der Kinder Blut kommt über euch allein! 
„Die Wahrheit spricht aus meinem Dichtermunde; 
„Ich schleud're sie euch in's Gesicht hinein, 
„Und harre auf den Schlag der Rachestunde. 
„Ihr lächelt ruhlg — seid barmherzig gar? — 
„Barmherzig! — O, vom Bösen kommt die Gnade 
«In's Zuchthaus sperrt ihr ihn nur achtzehn Jahr, 
„Den Mörder — Vater. — Himmel, das ist fade! 
„Den armen, den unsäglich armen Mann, 
„Den hättet ihr auch mögen schlachten lassen, 
„Wie tausend sonst, wenn aber nicht, o dann 
„Versöhnen mußtet ihr, doch nimmer hassen. 
„Den weichsten Flaum aus Erden unter'- Haupt 
„Des Mörders mußtet ihr sorgfältig legen, 
„Damit er, was ibr Liebes ihm geraubt, 
„Im festen Schlaf vergesse, — euch zum Segen. 
„lind wenn er wachte mußten um ihn her 
„Zweihundert Harfen schwirren süße Klänge, 
„Damit der Kinder Röcheln nimmermehr 
„Sein Ohr zerreiße und sein Herz zersprenge. 
„Und And'res noch zur Sühne, — was es sei, 
„Das Lieblichste, was Liebe kann ersinnen — 
„Vielleicht dann wurdet ihr der Unthat frei, 
„Und konntet euch Gewissensruh' gewinnen,
	        
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