Full text: Bergwirtschaftliche Arbeitsgemeinschaft

Eine praktische Gliederung einer bergwirtschaftlichen Ar- 
beitsgemeinschaft kann nun nicht etwa terminologisch nach 
einem System der Beziehungen vorgenommen werden — so ver- 
führerisch das manchmal auch scheinen mag —, sondern muß 
nomenklatorisch nach den Realitäten geschehen. ; 
Deren aber gibt es für die Bergwirtschaft nur zwei: Stoffe 
und Räume, d. h. Mineralien und Länder. Die praktische Ein- 
zelbergwirtschaft hat einmal die einzelnen nutzbaren Mine- 
ralien zu behandeln, und zwar getrennt nach Länderwirtschaf- 
ten und summierend in der Weltbergwirtschaft, der Kohle, des 
Goldes zum Beispiel, und zweitens die einzelnen Länder und 
summierend die ganze Welt bezüglich ihrer einzelnen Mineral- 
wirtschaft. Stets kommt es in beiden Fällen nicht allein auf 
Vorkommen und Förderung, sondern auch auf Handel und Ver- 
kehr wie auf Verhüttung und Verbrauch an. 
Als drittes Moment kommt in beiden Fällen natürlich noch 
die Zeit hinzu, die historische Betrachtung der Entwicklung bis 
zur Gegenwart und der Ausblick in die Zukunft. 
Als erste praktische Aufgabe der Arbeitsgemeinschaft ergibt 
sich hiernach die Vereinbarung über Benennung, Abgrenzung 
und Reihenfolge einmal der nutzbaren Mineralien und Mineral- 
gruppen und -sorten und zweitens der Länder, Staaten oder 
sonstigen räumlichen und politischen Wirtschaftseinheiten nebst 
deren Provinz- und Reviereinteilung 5). 
Eindeutige Benennung und Reihenfolge der Rohstoffe, Pro- 
dukte, Fabrikate, Handelsmarken, Zollpositionen usw. in der 
amtlichen, privaten und internationalen Statistik, in Verträgen, 
Tarifen usw. sind durchaus erforderlich, ersparen viel Arbeit 
dr
	        
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