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sich zu verehelichen und brachte nun seine junge Frau, eine
schöne, sehr wohlerzogene Dame, welche uns wiederholt durch
ihr meisterhaftes Clavierspiel erfreute, mit herüber. — Der
Capitán erzählte uns, dass solche wohlerzogenen Leute, die
nicht unbedeutende Mittel mitnähmen, unter den Cajüten-
passagieren fast auf jeder Reise zu finden seien. Englische
Farmer, die vielleicht mehr Geld besässen als diese, zögen
Deckplätze — der Billigkeit wegen — vor.
In London versammelte sich unsere kleine Expedition von
sechs Mitgliedern, bestehend aus den Herren Graf Ernst Hoyos,
Baron Gabriel Gudenus, beide aus Oesterreich, und den drei
ungarischen Grafen Imre und Geza Szechenyi und Geza Andrassy.
Wie sie zu Stande kam, ist von rein privatem Inreresse. Der
Plan meiner Reise wurde schon 1879 gefasst, als ich in England
war. Seither habe ich an demselben gearbeitet und dabei die
thatsächliche Unterstützung des Herrn Professors Dr. L. v. Stein
gefunden. Wenn sie einigen Erfolg haben sollte, werde ich
den zum guten Theile — nebst manchem Anderen — diesem
geistvollsten der lebenden deutschen Nationalökonomen ver
danken. Die Herren, mit welchen ich die Reise machte, billig
ten meine Ideen, hatten jedoch einige Absichten bei der Reise,
die den meinigen ferner lagen, und so haben wir uns während
der Reise wiederholt in Gruppen getheilt; während einer
längeren Jagdexpedition der anderen Herren bin ich — von Salt-
Lake - City bis Chicago — auch allein gereist, schliesslich
kamen wir wieder zusammen, verliessen jedoch getrennt, in
zwei Gruppen, Amerika. Graf Andrassy und ich Ende Decem
ber, die andern vier Herren schon im October 1881. Staats
wissenschaft, Forstwissenschaft, Nationalökonomie fanden in
der Gruppe je ihre Vertreter, dazu kam der Wunsch Einiger,
auch die Jagd in Amerika kennen zu lernen, die für mich wenig
Interesse hat.
Am 23. Februar 1881 fuhren wir von London, am 24.
Nachmittags 5 Uhr von Liverpool bei schönem, stillen Wetter
ab und erreichten anderen Tages früh Queenstown in Irland,
wo die letzten Passagiere und die Postsachen an Bord kamen.
Um 4 Uhr 45 Minuten Nachmittags lichteten wir hier die Anker
und erreichten am 5. März um 9 Uhr die Höhe des Leucht-