Full text: Ursachen der Amerikanischen Concurrenz

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von ihnen früher geboten war. Die Speisekarte dieser Klasse ent 
hielt am 3. März; zum Frühstück i. Irish Stew, 2. frisches Brod 
und Butter, 3. Kaffee; zum Diner i. Gerstengraupensuppe, 
2. frisches Rindfleisch, 3. gekochte Kartoffeln, 4. Reispudding; 
zum Abendessen i. Brod und Butter, 2. Thee, 3. Gruel — eine 
Art Suppe. Von allen Speisen dürfen die Deckpassagiere nach 
Belieben viel oder wenig nehmen. Ich erfülle noch die an 
genehme Pflicht, die ausgezeichnete Liebenswürdigkeit des 
Capitän Hamilton Perry zu erwähnen, die sich bis auf unseren 
Aufenthalt in New-York erstreckte. 
Ich gebe diese Details nicht, weil ich die Anmasslichkeit hätte, 
dem Publicum Antheilnahme an meinen persönlichen Erlebnissen 
zuzumuthen, sondern um unter den besitzenden Classen des Con 
tinents jene Scheu zerstören zu helfen, welche sie noch immer 
vor einer langen Seereise haben. Und dies zu wünschen, gibt 
es sehr sachliche Gründe, die ich gelegentlich weiterhin zu er 
wähnen nicht unterlassen will. Es ist nur zu wünschen, dass 
die besitzenden Classen Amerika sehr genau kennen lernen, 
was nur durch eigene Anschauung möglich ist. Nun ist frei 
lich die Seereise ja nicht ohne Gefahr, allein wie selten geht 
auf den Schiffen der grossen Dampferlinien nach Amerika ein 
Leben verloren! Der Mangel an Ventilation in den Cabinen, 
wenn die See tagelang hochgeht und der Geruch von der 
Küche auf der unter Wind liegenden Seite des Schiffes, sind 
Unannehmlichkeiten; die grösste ist die Seekrankheit. Graf 
Andrassy erklärte, als er am stärksten unter ihr litt, ganz 
ernsthaft, er werde diesen abscheulichen Weg nie wieder 
machen, sondern — über das asiatische Russland heimreisen! 
Allein, kaum war das Leiden überwunden, so änderte sich auch, 
und zwar mit einem Schlage, die Stimmung, und man empfindet 
die Seereise als ein herrliches, entzückendes, fast schauriges 
Vergnügen. Die grossen Dampfercompagnien aber thun in 
der That Alles, um dieses Vergnügen auf den Gipfel zu 
bringen, die Unbequemlichkeit der Krankheit zu mildern.
	        
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