Panzer und Kanone: eins überbot das andere, weil jede Mate-
rialverbesserung beiden zugute kam. So stehen sich heute In-
genieur und Natur gegenüber: Erkenntnis führt zur Herr-
schaft, größere Herrschaft über die Natur führt zu neuen
Diensten der Natur, zu vermehrten geistigen und materiellen
Erkenntnismitteln usw., abwechselnd sich steigernd.
So führt auch die Technik zu neuen Staatsformen, neue
Staatskräfte mit Hilfe nun größerer Staatskapitalien zu erwei-
terter Technik. Dasselbe gilt auch von einer im gewissen Sinne
staatsfeindlichen Privatwirtschaft, die ihrerseits mit noch grö-
ßerer Technik und mit noch größerem, weil international ver-
bundenem und beweglicherem Kapital der Natur gegenüber
immer weiter fortschreitet und sie sich dienstbar macht.
So hat längst die neue Wirtschaft am alten Staat gerüttelt
und ihn in neue Formen gezwungen, ohne daß diese Formen ihr
nun passen, — und so rüttelt seinerseits der neue Staat an alten
Wirtschaftstraditionen, und deren neue Formen passen ihm wie-
der nicht.
Mitten in diesem Spannungsfeld steht in erster Linie die an-
organische Natur, die Lagerstätte nutzbarer Mineralien als
Streitobjekt — als ersehnte Kraft- und Machtquelle für beide
Parteien und als Grundlage aller neuen Technik, ohne die sich
keine Kraft und keine Macht genügend auswirken kann.
Wir beobachten hier also ein gewaltiges Ringen und suchen
nach einem Standpunkt, von dem aus sich vielleicht ein wenig
mehr Überblick und damit ein gewisser Ausgleich finden ließe.
Wir fragen: Wo liegt das Dritte, das im technischen Ringen von
Staat und Wirtschaft um die natürlichen Kraft- und Macht-
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