Lombarddarlehn.
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dieses Geschäftszweiges, die Darlehnszinsen und Provisionen,
sind dem Zinsen-Konto, besser einem Lombardzinsen-Konto und
dem Provisions-Konto gutzuschreiben. In der Vermögensbilanz
erscheinen unter den Aktiven der Gesamtbetrag der noch aus
stehenden Darlehen sowie die rückständigen und die bis Ende
des Jahres aufgelaufenen, noch nicht fälligen Zinsen.
Die Verrechnung der Lombardzinsen kann die zu empfangen
den Soll-Zinsen von den wirklich empfangenen trennen, indem
die berechneten Soll-Zinsen einem „Pfandzinsen“-Konto zu Lasten
eines „Kontos ausstehender Pfandzinsen“ gutgeschrieben und
die Zinszahlungen dem zuletztgenannten Konto gutgeschrieben
werden. Pfandzinsen-Konto wird durch Gewinn- und Verlust-
Konto, das Konto ausstehender Pfandzinsen durch Bilanz-Konto
Aktiva abgeschlossen.
Hilfsrechnungen sind LombardkontokoiTentbüch bzw. Lom-
bard-Skontro, in welchem die Darlehnsnehmer bzw. die Nummern
der einzelnen Pfandscheine registriert werden. Die verpfändeten
Wertpapiere müssen im Depotbuch vermerkt werden.
b) Die Darlehnssumme, die die Bank selbst gegen Ver
pfändung von Wertpapieren empfängt (passive Darlehen), soll
einem Lombard-Konto noslro kreditiert, die Rückzahlungssumme
diesem Konto belastet werden. Einzelne Unternehmungen ver
schleiern derartige Darlehen durch Verbuchung auf Konto
korrent-Konto. Verpfändete Wertpapiere sind in der Jahres
bilanz wie die übrigen eigenen Wertpapiere zu bewerten.
c) Warenlombarddarlehen sind wie Effektendarlehen zu
verrechnen. Vorschüsse auf Warenverschiffungen findet man
häufig auf einem „Rembours-Konto“ verrechnet.
d) Über Report-Konto, Reporteffekten-Konto siehe S. 308f-
G. Die Effekten im Bankhandel.
Die im Besitze einer Bank befindlichen Effekten sind:
1. Wertpapiere im Besitz und Eigentum der Bank (Konto
eigener Wertpapiere, Effekten-Konto).
2. Wertpapiere zum kommissionsweisen Verkauf bzw. auf
fragsweise eingekaufte Wertpapiere (Kommissionseffekten-Konto,
Kommissionseffekten-Depot der Verkaufsstelle von Hypotheken
banken).