Full text : Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE

sind, sagen sie sich sehr richtig: ‚Das Geld, das ich meinem
Berufsverein durch meine Reklame in seinem Fachblatte zufließen
 lasse, kommt mir indirekt wieder zugute. Mache ich
ihn finanzkräftig, so hebe ich seine Schlagkraft. Habe ich seine
Schlagkraft gehoben, so kann er auch für mich ganz anders
eintreten.“ So treibt ein Keil den anderen. Diese wirkungsvolle
Anzeige in den New York Times wäre niemals Wirklichkeit
geworden, wenn der amerikanische Hotelier so falsch — Vverzeihen
 Sie das harte Wort — über den Wert und den Nutzen
der Reklame in der eigenen Fachpresse denken wollte wie,
leider, viele europäische Hoteliers zu denken gewohnt sind. Die
enormen Einnahmen, die der amerikanischen Fachpresse aus
den regelmäßigen Reklamen der großen und kleinen Hotels zufließen,
 stärken natürlich die wirtschaftliche Position der Fachblätter.
 Infolgedessen können Sie ganz anders für ihre Klienten,
die Hotels, eintreten. Die Organisation wird zum Repräsentanten
 ihrer Mitglieder-Hotels. Sie kann sich öffentlich hinstellen
 und sagen — wie die West Side Hotel Association es
in den New York Times tut —: ‚Die Zugehörigkeit zu mir
garantiert dir, verehrter Leser dieser Anzeige, daß du in meinen
Hotels jede Sicherheit und jeden nur denkbaren Komfort finden
wirst.‘ Sollte das nicht stärkere Wirkung ausüben, als wenn
die Mitglieder-Hotels der West Side Association sich in zerstreuten,
 und deshalb wenig auffallenden, Inseratchen selbst
loben müssen? Uff! Das war eine lange Expektoration. Was
sagen Sie, verehrtester Herr Direktor?“
„Daß ich Ihnen rückhaltlos und ohne jeden Einwand recht
geben muß, dear Mister Smith. Ich danke Ihnen vielmals, daß
Sie mir diesen Star gestochen haben. Den Beweis, daß Sie mich
auch wirklich überzeugten, werde ich sofort erbringen.‘ Der
Direktor rief seinen gerade vorübergehenden Empfangschef an:
„Herr Elicott, wollen Sie mich daran erinnern, daß wir noch
heute unserem Fachblatt eine ständige Annonce einsenden,
Machen Sie einige Entwürfe und legen Sie sie mir vor.“
„Bravo!“ rief Mister Smith und schwenkte vergnügt New
York Times und „Hotel“ durch die Luft. „Hätten wir wieder
mal einen Saulus zum Paulus umgewandelt. Ihr Schade wird
es sicher nicht sein, Verehrtester.“
Bei diesen Worten legte Mister Smith die Nummer der New
York Times, es war die Sonntagsausgabe vom 19. September
(996. achtlos auf die blitzende Messingplatte des kleinen Tisches
            
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