KOLLEKTIVPROPAGANDA DURCH KORPORATIVE VEREINSREKLAME 121
neben ihm. Das „Hotel“ aber trug er sorgsam wieder an
seinen Platz im Lesesaal zurück. Ich aber schlängelte mich
mit harmloser Miene an jenen Tisch heran und — — servierte
die New York Times einfach ab. Ohne Gewissensbisse. Als Beweis
der Wahrheit gebe ich die Seite mit den Hotel-Anzeigen
im Faksimile wieder. Sie verdient es, denn sie ist interessant
und lehrreich. Das Gespräch aber habe ich in meinem Gedächtnis
verankert, bis es mir möglich war, das Wesentlichste aufzuzeichnen.
Hoffentlich hat es denselben Erfolg, den die Hotelanzeigen
der amerikanischen Hotels in ihrer Fachpresse haben.
Dann wird hoffentlich die Zeit nicht mehr fern sein, da in
großen europäischen — warum nicht auch in amerikanischen?
— Tageszeitungen und Zeitschriften auffallende Kollektiv-Riesenanzeigen
nach dem Beispiel der New Yorker West Side
Hotel Association erscheinen werden. Denn auch von den europäischen
Fachvereinen kann mancher mit vollem Recht von
sich sagen:
Our Association accepts. as members only those hostelries
hat pass the highest requirements for safeguarding and
yuaranteeing the comforts of their guests.
Im eigenen Interesse müssen die Mitglieder der Vereine dafür
sorgen, daß ihre Vereinsorgane so finanzkräftig werden, um
in jeder Beziehung, also auch bei der Gästewerbung und Reklame,
zum Repräsentanten ihrer angeschlossenen Hotels
werden zu können. Darum befolge jeder Hotelier das hier geschilderte
Beispiel des bekehrten Leiters jenes Kosmopolit-Hotels.