Full text : Das Hotel- und Gastgewerbe

DER „BLICKFANG“

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den Behälter frisch zu füllen, ohne dabei die Platte aus der
Maschine nehmen zu müssen. Das Nachfüllen ist sehr einfach;
es braucht nur die Klischeehülse mit einer Art Steckschlüssel
abgeschraubt werden, die Füllung wird mit einer kleinen Spritzkanne
 vorgenommen, in zwei bis drei Minuten ist die ganze
Arbeit geschehen. Nachdem das Blickfangklischee so tief in
der Platte sitzt, daß es von den Farbwalzen nicht mehr berührt
wird, kann es natürlich auch vom Papier des Druckzylinders
nicht erreicht werden. Man macht nun einen Abzug und klebt
auf die‘ Stelle des Druckzylinders, auf welche der Blickfang
trifft, ein zirka 1 Millimeter starkes Polster, so daß das Papier,
wenn es dann über das Polster geht, unbedingt gegen das Blick-SUCHEN

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fangklischee gedrückt wird. Dadurch, daß das mit Leinen überzogene
 Klischee aus dem Farbbehälter immer den nötigen Farbnachschub
 erhält, wird bei jeder Umdrehung des Zylinders,
neben dem normalen Schwarzabzug, der andersfarbige Abzug
des Blickfanges bewerkstelligt.
Das ist der technische Vorgang beim Rotationsdruck. Im
Flachdruck hat der Apparat für die „Kreuz“-Form das Ausmaß
 30 X 30 mm, und er wird wie ein gewöhnliches Klischee
in die Form beziehungsweise den Inseratentext eingebaut. Der
Druckgang ist ähnlich dem vorgeschilderten. Beim „Strich“-Zeichen,
 das nicht in, sondern neben der Anzeige auf dem freien
Zeitungsrand erscheint — sie muß also stets einen Seitenplatz
erhalten — wird der Apparat neben dem Inserat in die Form
geschlossen. Absichtlich hat man dem Kreuz, Strich, Fragezeichen,
 Pfeil eine etwas primitive Form gegeben. Es soll
dadurch der Eindruck hervorgerufen werden, als habe jemand
eilig mit dem Rotstift diese Markierung gemacht.
            
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