Metadata : Rationelle Betriebsführung im Malerhandwerk

ich also den Arbeitskegel bei noch guter Düsengeschwindigkeit, wie
Abb. 39 zeigt, von c auf a verkleinern. Dann wird
Zar Arbeitsstreukegel]
»  Arbeitskegel {SS gedrosselten Strahles,
a = Nutzkegel
Die angedeutete Düsengeschwindigkeit richtet sich natürlich auch
nach der Konsistenz der zu verarbeitenden Lacke. Eine weitere Verkleinerung
 des Arbeitskegels, die bei jeder Pistole möglich ist, ist,
wenn nicht unbedingt erforderlich, unwirtschaftlich, da dadurch die
Düsengeschwindigkeit stark beeinflußt wird.
Nutzkegel: Dieser Kegel besitzt die größte Deckkraft und somit
auch die größte Düsengeschwindigkeit. In diesem Kegel würde also
der Zerstäuber am wirtschaftlichsten arbeiten. Warum kann nun
der letztgenannte für die Bearbeitung nicht in Frage kommen? Abbildung
 39 gibt uns. eine Erklärung dafür, Wir haben hinter
der Düse eine durch Reibungsverluste geringere Luftpressung, als
wir sie derselben zugeführt haben; öffnen wir den Abzugshahn,
lassen wir also die Luft frei aus der Düse strahlen, so hebt sich der
Druck nicht mit einemmal auf, sondern verläuft in ähnlicher Weise,
wie ihn die Kurve zeigt. Diese Kurve stellt gleichzeitig die Zentralgeschwindigkeit
 dar, Der aus der Düse zugleich mit der Farbe austretende
 Luftstrahl würde also, wenn man das Arbeitsstück in der
Nutzkegelentfernung aufsteilt, insofern nachteilig auf die Arbeitsfläche
 wirken, als die Farbe dem austretenden Luftstrahl nicht genügend
 Widerstand bieten kann und dieser die Farbe nach allen
Richtungen verdrängt. Man bekommt eine Fläche, welche einer
vom Winde gekräuselten Wasserfläche gleicht (Abb. 40). Die Verteilung
 der Farbe auf der Fläche selbst zeigen uns die Abb, 39
und 40, in welchen die Farbe stark übertrieben aufgetragen ist. In
Wirklichkeit läßt sich mit dem Zerstäuber die Farbe viel dünner auftragen,
 als dies mit dem Pinsel der Fall ist. Daher ist auch erklärlich,
 daß der Farbverbrauch geringer ist als bei der Pinselarbeit,
@ /
N En
x Abb, 40
KA

90
            
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