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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
34. DIE KOFFERETIKETTE UND DAS
ABZIEHPLAKAT
Aus goldenen Tagen der Kindheit erinnern wir uns wohl
noch der bunten Abziehbildchen, mit denen sowohl Mädchen
als Jungen gewissen Alters gern gespielt haben. Wir trieben
damit eine Zeitlang sogar einen schwungvollen Tauschhandel:
Ein Abziehbild gegen zwei gebrauchte Stahlfedern oder einen
„goldenen Uniformknopf“. Das heißt, gegen einen Uniform-
knopf mußten schon mindestens zwei Abziehbildchen ein-
getauscht werden, so hoch im Preise standen bei uns begei-
sterten Soldatenfreunden die alten Uniformknöpfe. An diese
damals noch recht primitiven Abziehbildchen, von denen die
Mehrzahl beim Abziehen zu verunglücken pflegte, erinnern die
Abziehplakate, die seit einigen Jahren von Spezialfirmen auf
den Markt gebracht werden. Nur mit dem Unterschied, daß
wir es jetzt mit etwas technisch Vollkommenem zu tun haben.
Diese Abziehplakate können nach jedem Entwurf, unter
Wahrung aller künstlerischen Einzelheiten, in jeder Farbe,
jeder Größe und jeder Form angefertigt werden. Der Hotel-
besitzer hätte also zum Beispiel die Möglichkeit, den künst-
lerisch ausgeführten Entwurf seiner Kofferetikette auch noch
anderweitig, als nur auf dem Gepäck seiner Gäste, zu verwerten.
Man müßte sie dann vielleicht in etwas größerem Format
ausführen lassen, doch ohne die übliche Plakatgröße zu
erreichen.
Da diese Abziehplakate sowohl ein- als auch zweiseitig lesbar
geliefert werden können, sind die Grenzen ihrer Verwendungs-
möglichkeit ziemlich weit gezogen. Zumal ihre leuchtenden,
transparenten Farben nicht nur bei Tage, sondern auch bei
künstlicher Beleuchtung sehr reizvoll wirken können,
Aus dem Gesagten ergibt sich bereits die Verwendungs-