BRIEFPAPIER ALS WERBEHELFER 381
Durch von der Schablone abweichende Form und Farbe des
Papiers lassen sich überraschende Wirkungen erzielen. Künst-
lerisch abgestimmte Kontraste zwischen Papierfarbe und der
Farbe des gedruckten Textes können diese Wirkungen er-
höhen. Näheres über die Wirkung der Farben wolle man im
66. Kapitel: „Die Farbe in der Reklame“ nachlesen. Man be-
achte, daß der wirklich vornehme Briefkopf nicht viel Text
enthalten darf. Für ausgesprochene Werbebriefe würde ich
nur diesen einen Briefbogen verwenden, keinesfalls jene mit
den Empfehlungen befreundeter Häuser. Diese Reklamebrief-
bogen sollen in der Hauptsache für die Gäste bestimmt sein.
Auch für den Schriftwechsel mit Lieferanten usw. kann man
Sich ihrer bedienen.
Selbstverständlich ist, daß die Qualität des gewählten Papiers
dem Briefkopf sowohl als auch dem Charakter des Hotels ent-
Sprechen muß. Für das Briefpapier eines Hotels könnte man
den alten griechischen Weisheitsspruch vom Umgange mit
Menschen also variieren: Sage mir, auf was für Briefpapier du
MÜNCHEN, DEN
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DAS UNÜBERTROFFENE HOTEL
BESITZER UND LEITER: GEBRÜDER VOLKHARDT
TELEGRAMM-ADRESSE
BAYERHOF, MÜNCHEN
Der Briefbogen des Hotels Bayrischer Hof in München (bedeutend verkleinert) mit
dem „Kennzeichen“ des Hauses, dem bayrischen Löwen,
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riefkopf des Hotels Adlon in Berlin (bedeutend verkleinert) in Verbindung mit‘ dem
Kennzeichen‘: Adlon-Adler auf der Weltkugel.