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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE
Den Weg würd’ ich wandeln und also handeln,
Die Ehe zum Paradiese verwandeln.
Ihr aber? Dem „Ruhetage‘“ zum Hohne
Zwingt ihr die Frauen auch Sonntags zur Frone.
Friedlicher würde der Sonntag und stiller,
Folgte der Ehemann aufmerksam Schiller:
Ehret die Frauen! Sie flechten und weben
Himmliche Rosen ins irdische Leben.
REZEPT, DIE FRAUEN ZU GEWINNEN.
Manche Frauen kann man leicht gewinnen
Zu holdem Flirten und zu süßem Minnen,
Wenn man das Gardemaß hat und robust ist.
Man muß als starker Herkules gebaut sein,
Gleich wollen sie des schönen Mannes Braut sein,
Daß es ein Hochgenuß und eine Lust ist.
Man muß, mit einem Wort gesagt, ein Kerl sein,
Und darf kein magrer Spatz, kein dürrer Schmerl sein.
Andere Frauen lieben mehr die Kleinen,
Die Minnig-Sinnigen, Poetisch-Feinen,
Die weich und biegsam wie der Bienen Wachs sind.
Die ihre Liebe nur in Versen klagen,
Und nie sich einen Kuß zu stehlen wagen,
Und zu den Frauen nie ein frecher Dachs sind.
Die schmachtend und in wohlgebrannten Locken
Zu Füßen ihrer holden Schönen hocken.
Andre lieben sie mehr melancholisch.
Und wieder andere gar diabolisch,
Mit schwarzen Augen, die voll heißer Glut sind.
Die wie ein einz’ger Liebesseufzer wirken,
Und wie Mormonen oder Haremstürken
Gleich einem Dutzend holder Schönen gut sind.
Die durch der Augen Feuerblitz bestricken,
Und Mädchenherzen wie — —_ was anderes knicken.
Viele sehen mehr auf schöne Kleider
Vom teuersten und allerersten Schneider,
Die, wie die Hüte, hochmodern und schick sind.
Man braucht sie nur in Seide einzuhüllen,
Worauf sie folgsam jeden Wunsch erfüllen,
Weil sie so dankbar dann und so voll Glück sind.
Und schließlich gibt’s noch eine Mausefalle,
Patent und fein, in sie gehn alle, alle!