Full text : Das Hotel- und Gastgewerbe

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DAS HOTEL- UND GASTGEWERBE

man das ‚Wochenende auch in anderen Ländern einführen und
sorglich pflegen muß:
Vor dem Weltkriege wurde überall viel gereist. Auch den
sogenannten „kleinen Mann“ fand man in den schönen Sommermonaten
 auf der Bahn und in den vielbesuchten Fremdenzentren.
 Man begegnete ihm nicht nur in seiner eigenen Heimat,
sondern auch in anderen Ländern, weil der Reise- und Bildungsdrang
 Grenzen und Hindernisse zu überwinden wußte.
Diesem Bildungsdrange, der zugleich körperliche und geistige
Erholung bot, muß auch jetzt, trotz veränderter Verhältnisse, die
Bahn zu seiner Betätigung bereitet werden; Ebenso müssen die
Möglichkeiten zu geistiger und körperlicher Erholung und Ausspannung
 geschaffen werden. Zunächst sind die zwei wichtigen
Fragen zu klären, ob der Kontinent für Wochenend-Bestrebungen
 überhaupt geeignet ist, und ob diese Einrichtung im
englischen Sinne oder den eigenen Verhältnissen entsprechend
auszubauen ist.
Die Fragen stellen heißt, sie im ersten Punkt zugleich bejahen.
 Die Mehrzahl der europäischen Länder ist für ein
„Wochenende“ nicht nur geeignet, man braucht diese Einrichtung
 auch aus vielfachen Gründen, sie ist ihnen lebensnotwendig.
 Zum zweiten Punkt kann es nur eine Antwort geben:
Das Wochenende muß bodenständig sein und auf heimische
Verhältnisse zugeschnitten werden! In dieser Ansicht wird man
bestärkt, wenn man den Blick über die eigenen Grenzen hinaus
in andere Länder lenkt. Fast überall ist man dabei, die Frage
des Wochenendes zu erörtern, und man ist auch schon zur
praktischen Verwirklichung diesbezüglicher Pläne übergegangen.
 Das ist namentlich in Deutschland, in der Schweiz und in
Österreich der Fall, die auf dem Gebiete des volkswirtschaftlich
 so wichtigen Fremdenverkehrs gegenseitig schärfste Rivalen
sind. Welches Land sich nicht mit allen Kräften bemüht, dem
eigenen Volke die Segnungen eines praktisch durchgearbeiteten
Wochenendes zu verschaffen, läuft Gefahr, daß die nachbarliche
 Konkurrenz es überholt. Nun sei im wesentlichsten erartert,
 welches die

AUFGABEN DES HOTELGEWERBES UND DER
FREMDENVERKEHRSINTERESSENTEN

wären, um das kontinentale Wochenende richtig und erfolgversprechend
 auszubauen. Da man hier vor einem völligen
            
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