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111. Silberwährung.
denn viele seiner Erzeugnisse werden nach Goldwährungsländem
verkauft. Wenn der amerikanische Landwirt sich mit Silber anstatt
Gold zufrieden gibt, setzt er den Liverpooler Kaufmann in
den Stand, für die niedrigere Silberwährung zu kaufen, also für
78 Cent anstatt für einen vollgültigen Dollar; dagegen muß der
amerikanische Landwirt für alles, was er selbst in fremden Ländern
einkauft, mit Gold zahlen. Das heißt: er ist gezwungen,
billig zu verkaufen und teuer einzukaufen. Eben das beunruhigt
zurzeit Indien und die südamerikanischen Republiken. Die diesjährigen
Getreidepreise versprechen höher zu werden, denn seit
Jahren. Sehen Sie zu, Ihre Preise in Gold zu erhalten. Wenn
wir unsere Münzstätten der freien Silberprägung für jedweden
in der ganzen Welt öffnen, der Silber genug für einen mit unserem
Regierungsstempel zu prägenden Dollar besitzt, so daß
er für jeden zu prägenden Silberdollar nur 371,1—2 Silber, im
Werte von 78 Cent einzuliefern hat, dann wird jedwedes Silben
bergwerk in der ganzen Welt Tag und Nacht arbeiten, nur um
so schnell wie möglich uns jedes neue Pfund Silber ins Land
zu werfen. Die Völker Europas, welche bereits 11 Millionen
unterwertiges Silber in Händen haben, werden uns pünktlich damit
beglücken, dabei aber für alles, was sie von uns kaufen,
Gold von uns verlangen. So berauben sie uns unseres eigenen
Goldes, während wir ihr Silber zu nehmen haben. Mit der „Freisilberprägung“
in Sicht werden wir, noch ehe das Gesetz beschlossen
ist, von der Goldwährung zur Silberwährung übergegangen
sein. Die letzten Worte des verstorbenen und tief betrauerten
Staatssekretärs Windom bewahrheiteten sich dann:
„Wahrscheinlich wäre, bevor das geschwindeste Schiff sein
Silberkargo nach Neuyork zu bringen imstande wäre, der letzte
Golddollar in Privatschatullen und bei sicheren Depositengesellschaften
verborgen, um nur bei hohem Agio für die Ausfuhr wieder
ans Licht zu kommen.“
Wir schwimmen in einem gefährlichen Fahrwasser. Legen
Sie sich selbst die Frage vor, warum Sie die Goldwährung zugunsten
des Silbers gefährden sollten. Kann irgend jemand glauben,
daß die Silberwährung vorteilhafter sei? Unmöglich! Niemand
wagt in seinen Behauptungen so weit zu gehen. Selbst