Full text: Meer und Weltwirtschaft

einzigen Lebensgemeinschaft unaufhaltsam, unbezwinglich selbst die 
politische Schranke. Schon äußerlich gibt sich dies durch den 
welterobernden und weltverbindenden Siegeszug des Eisenbahn-, 
Telegraphen- und Kabel-, des Land- und Wasserstraßen- und 
schließlich des Luftverkehrsnetzes kund. 
Die Arbeitsleistung in der Weltwirtschaft paßt sich schon mehr 
und mehr geographischen Bedingungen an: wenigstens hat die 
Massenerzeugung von der Natur ganz besonders bevorzugte und 
ausgestattete Stellen in der Nähe der atlantischen Küstenregion 
aufgesucht, sei es zur Produktion von Roherzeugnissen, wie von 
Baumwolle, Zuckerrüben, bestimmten Zerealien, oder sei es zur 
Produktion industrieller Gegenstände, wo Kohle und Eisen mehr 
oder weniger verschwistert auftreten, also in den Riesenindustrie- 
bezirken des atlantischen Randes, wie in Rheinland-Westfalen, Loth- 
ringen, Sachsen, in den englischen und schottischen Gebieten 
zwischen Birmingham, Liverpool, Manchester, Lancaster, York, 
Sheffield und Nottingham, zwischen Glasgow und Edinburgh, in 
den belgischen Gebieten zwischen Antwerpen, Brüssel, Lüttich- 
Seraing und Mons, im nördlichen F rankreich zwischen Valen- 
ciennes, Douai, Roubaix und Lille, im zentralen Frankreich St. Eti- 
enne und Le Creuzot, und in den Alleghaniesgebieten der Vereinig- 
ten Staaten von Nordamerika. — Anzeichen des allmählichen Auf- 
gehens in eine einzige Lebensgemeinschaft, in eine Art politische 
Symbiose liegen auch in den Staatsverträgen vor, die 
die atlantischen Mächte miteinander abgeschlossen haben und ab- 
schließen, ferner in der internationalen Arbeit des Ka- 
pitals. Innerhalb des Kreises der atlantischen Mächte ist zu- 
erst der Kredit international geworden. 
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