der Land- und Seezugänge des Panamakanals. Neben der den
Südeingang der Windwärts-Durchfahrt zwischen Jamaika, Kuba und
Haiti beherrschenden Insel Navassa, die übrigens schon seit 70
Jahren nordamerikanisch ist, haben sich die Vereinigten Staaten
1914 pachtweise auf 99 Jahre die beiden Maisinseln (Corn Islands)
gesichert, als Seitendeckung des Ostausganges eines geplanten Nikaraguakanals.
Ferner gehören zu dieser Etappen- und Stoßlinie
die Karibischen Klippen (Caribbean Cays) und die Swan-Inseln
(zwei ursprünglich zu Honduras gehörige Inseln). Im Atlantischen
Ozean ist auf den Ausbau von Boston, Key West (Florida) und die
Insel Culebra (Virgin-Inseln im Bahamameer) großes Gewicht gelegt
worden, im Pazifischen Ozean auf den Ausbau von Puget
Sound, San Francisco, San Diego (Kalifornien), Samoa, Guam und
Cavite (Philippinen). Ferner hat man die Kanalzone nach beiden
Seiten beträchtlich ausgebaut. Von größter Wichtigkeit ist der
Ausbau des Hafens von Pearl Harbor auf Oahu, der großen Hawaii-Insel.
Dieser Hafen soll die größte Flottenstation der Welt
werden, das heißt mit andern Worten: Nordamerika will die Vormacht
im Großen Ozean sein. Daß es auch zum Besitz der größten
Kriegsflotte strebt, zeigt sein neuestes Flottenbauprogramm.
Ueberblicken wir die Welt- und Großmächte und deren wirtschaftliche
und politische Machtäußerungen, zeigen sich die Ozeane
und ihre größeren Nebenmeere als weltpolitische Kraftfelder
oder Zielgebiete weltpolitischen Machtbegehrens.
Nur der Indische Ozean scheint davon‘ ausgeschlossen
zu sein, nachdem es Großbritannien gelungen ist, diesen
Ozean samt Randgebieten zu einem britischen Meere zwecks Sicherung
Indiens zu machen. Die Kraftlinien, die Niederländisch-Ostindien
entfalten könnte, hat England schon längst matt zu legen
verstanden, indem es die ganze Inselflur durch die von ihm beizeiten
besetzte Melville-Insel, Ashmore-Riff, Donnerstags- und
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