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gehöbeh;‘ Mond bildete dann eine Art Betriebsrat (works council)
ür jedes Werk des Konzerns, der aber paritätisch von der Leitung
und der Belegschaft beschickt wird und sich’ mit allen‘ Arbeitsfragern
4es Betriebes zu befassen hat (s. oben); allen einzelnen councils
sind ini einem General Works Council vereinigt.! |
Zu ganz gewaltiger Entwicklung ist aber die Kapitalsbeteiligung
der Arbeiter und Angestellten in Amerika gelangt. Ich habe selten ein
Büch mit mehr Interesse gelesen als die Broschüre »Every worker
a Capitälist« (Jeder Arbeiter ein Kapitalsbesitzer), die 1926 der
Präsident der großen Bell Telephone-Gesellschaft, D. F. Houston,
herausgab. Ein Ziel, dem die Industrie sich beständig nähert, ist die
Überleitung der Kontrolle der großen Gesellschaften aus der Hand
»iner kleinen Gruppe in die der Armee der Beschäftigten (toilers).
Höuston stellt‘ fest, daß die Zahl der Gesellschaften (auf Aktien)
ständig zunimmt, daß etwa 90 Prozent der Unternehmungen in der
[ndustrie und der; öffentlichen . Dienste (Verkehr u. ä.) schon
Gesellschaften sind. Die Öffentlichkeit hege jetzt viel weniger Miß-
trauen gegen die großen Gesellschaften, weil es einerseits eigene
Kontrollgesellschaften gibt, welche die groben Mißbräuche von
früher ausgemerzt haben und man von der Rationalität der Produktion
im großen überzeugt ist, weil aber anderseits das Eigentum an
diesen Unternehmungen sich gründlich geändert hat. Früher waren
sie von brutalen »business men« in geringer Zahl beherrscht, jetzt
yehört ein namhafter Teil der Aktien den Arbeitern und den Käufern
4es Betriebes. Zum Beispiel hatte die Standard Oil Cy. (New Yersey)
1911 nur 6078 Aktionäre (share-holders) und acht Personen besaßen
30 Prozent der Aktien; jetzt gibt es über 300.000 Aktionäre, wovon
der vierte Teil auf Angestellte entfällt. Die großen Meat trusts
und Packing houses (Fleischgewinnungsfabriken in Chicago) waren
früher Familienbesitz, jetzt zählt man bei Armour 77.000 Eigner,
von denen 70.000 nur 1 bis 24 Aktien, 5248 25 bis 49 Aktien be-
sitzen; in der Swift Cy. gibt es 46.751 Eigner, in beiden Gesell
schaften sind 55.000 Angestellte Aktionäre. Die U. St. Steel Corporation
satte 1902 im ganzen 43.019, 1924 dagegen 139.000 Aktionäre,
jarunter rund 50.000 Angestellte; ähnlich verhält es sich mit dem
zroßen Bethlehem-Stahlwerk. 18 große Eisenbahnlinien zählten 1900
ı Das schon angeführte wirtschaftspolitische Programm der liberalen Partei
Englands fordert die compulsory (d. h. obligatorische) Einführung des Profit-
;haring‘ in allen Betrieben mit mehr als 50 Beschäftigten.