Anhang zum XII. Kapitel.
371
Zirkulation des Jahres 1909 für den 16. März dieses Jahres zu berechnen.
Professor Weston schätzt die gesamten Scheckdepositen des 16. März 1909
auf 1.02 Milliarden. Diese Zahl liegt unter dem täglichen Durchschnitt.
Ein Beweis hierfür findet sich in den Clearings des New Yorker Clearing
hauses vom 17. März, die die Depositen, die in den New Yorker Banken
den Tag vorher gemacht worden waren, widerspiegeln; diese betrugen
268 000 000, die für das Jahr nicht repräsentativ waren, da der tägliche
Durchschnitt der Clearings viel größer war, nämlich 342 000 000, oder um
28 Prozent größer als die des 17. März. 1.28 wäre also der Multiplikations -
faktor der Korrektur, den wir anwenden würden, wenn die New Yorker
Clearings als zuverlässiges Barometer für das ganze Land betrachtet
werden könnten. Da aber, wie wir gesehen haben, New York gegen Speku
lationen und andere Abarten von Bankoperationen besonders empfindlich
ist und als Teil gewöhnlich größeren Variationen unterworfen ist als das
Ganze, kann man mit Kecht annehmen, daß der abnorme Zustand, den
wir bezüglich der Depositen vom 16. März in New York finden, den ab
normen Zustand dieses Tages für das ganze Land viel zu groß erscheinen
läßt, und daß der Multiplikationsfaktor der Korrektur weniger als 1.28 sein
sollte. Um nun eine sichere niedere Grenze anzusetzen, wollen wir einmal
sehen, welche Zahl sich aus der ganz extremen Annahme ergibt, daß die
Tagessumme der Depositen am 16. März 1909 außerhalb von New York
genau dieselbe Höhe auf wiese, wie der tägliche Durchschnitt für das Jahr.
Den resultierenden Korrektionsfaktor können wir nach der Tabelle auf
S. 372 ganz gut abschätzen.
Diese Tabelle wurde aus Material konstruiert, das man Kinleys Bericht
an die Monetary Commission on Credit Instruments (S. 182 und 186) ent
nahm und zwar in Verbindung mit den abgeschätzten Berichtigungen
für die Scheckdepositen des ganzen Landes, die von Weston stammen.
Die Zahl für Depositen in New York City ist für den 16. März 1909 ge
geben. Wenn wir diese Zahlen von denen abziehen, die Weston durch
Schätzung für das ganze Land gefunden hat, so haben wir die Depositen (786)
außerhalb NewYorks. Wie nachgewiesen wurde, ist aber der tägliche Durch
schnitt in New York höchstwahrscheinlich um 28 Prozent oder um 306
höher. Wenn man diese Zahlen zu denen für die Depositen außerhalb New
Yorks (786) addiert, ergeben sie den täglichen Durchschnitt für das ganze
Land, wobei angenommen wird, daß nur New York City an dem ausgewählten
Tage einen abnormen Zustand zeigt. Das Resultat (1092), verglichen mit den
x ) Kinley, The Use of Credit Instruments in Payments in the United States. (National
Monetary Commission, 61. Kongreß, 2. Session, Doc. No. 399, 1910.)
24'