Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

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Deutschlands Auslandsanleihen. 
Belastung mit 123,5 Mill. 4 Industrieobligationen auf Grund des 
Dawes-Planes, mit 10,5 Mill. $ Thyssen-Anleihe, mit 25 Mill. $ 
Anleihe der Rhein-Elbe-Union und mit etwa 24,5 Mill. 4 Hypo- 
“heken. Die Hypothek erstreckt sich auf rund 12 000 ha verpfän- 
jete Fläche und die darauf befindlichen zum Betrieb bestimmten 
Anlagen, insbesondere Eisenwerke und Kohlenbergwerke. 
Serie A und C sind mit nicht abtrennbaren Bezugsscheinen 
auf eine Aktie im Nominalbetrag von 1000 M je Obligation von 
1000 $ zum Bezugspreis von 297,50 $ (= 125 %) versehen; das 
Bezugsrecht ist spätestens am 1. Juli 1929 auszuüben. Bei Serie B 
kann eine 1000-AX-Aktie zu 125 % auf je 3000 MM his spätestens 
31. Dezember 1929 bezogen werden. 
Serie C wurde zunächst freihändig verkauft oder gegen 
Thyssen-Obligationen umgetauscht. Als zum 1. Juli 1927 letztere 
rekündigt wurden, standen noch 3680000 $ aus, und dem- 
entsprechend waren noch 3811000 $ Serie C nicht ausgegeben. 
Diese sind, zuzüglich 414 000 $ Obligationen, die sich im Besitz 
der Vereinigten Stahlwerke befanden, am 11. August 1927 zur 
Zeichnung aufgelegt worden, aber unter Wegfall des Aktien- 
bezugsrechts (auch ohne Gewinnbeteiligungsrecht, im Gegensatz 
zur 2. Anleihe der Serie A); im übrigen hat sich in der Laufzeit 
und Tilgung nichts geändert. 
Die Tilgung der Serie A erfolgt durch halbjährliche Auslosung 
zu pari von 300 000 $ ab 1. Dezember 1926 bis einschließlich 1. De- 
zember 1938, dann von 900 000 $ bis zur Fälligkeit (1. Juni 1951). 
Für die Tilgung der Serie C werden halbjährlich 108 150 $ bzw. 
324 450 $ zur Verfügung gestellt; die über 1000 $ hinausgehenden 
Beträge werden entsprechend vorgetragen. Bei Auflegung der 
restlichen 4225 000 $ waren von der Gesamtserie (10815 000 $) 
also bereits 216 000 $ ausgelost, so daß nach der Auflegung im 
yanzen nur 10599000 $ im Umlauf waren. Die Tilgung der 
Serie B erfolgt in der Weise, daß innerhalb des Zeitraums vom 
L. Juli 1932 bis 1. Juli 1941 ein Viertel und bis 1. Juli 1951 drei 
Viertel zum Kurse von 102 % ausgelost werden; an Stelle der Aus- 
ljosung ist Rückkauf zulässig, 
Eine verstärkte Tilgung ist mit 30tägiger Voranzeige bei 
Serie A und C bis 1. Juni 1931 zu 105 %, bis 1. Juni 1986 zu 
103 %, bis 1. Juni 1941 zu 101 %, dann zu 100 % zulässig. Bei 
Serie B ist dagegen eine verstärkte Tilgung erstmalig zum 1. Juli 
1932 zulässig mit dreimonatiger Voranzeige, und zwar zu 102 % 
wie die normale Tilgung. 
Ende Juli 1927 erfolgte die Auflegung einer neuen An- 
leihe Serie A in Höhe von 30 Mill. $, gleichfalls durch Dillon, 
Read & Co. Von europäischen Bankfirmen wurden 10 Mill, $ über- 
nommen. In den Niederlanden wurden 4,75 Mill. $ aufgelegt, in 
Schweden 2.5 Mill. $: die restlichen 2.75 Mill. wurden von J. Henry
	        
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