Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

Deutschlands Auslandsanleihen, 
hat sich lediglich verpflichtet, keine im Range vorgehende Be- 
lastung ihres Besitzes vorzunehmen. Der Erlös der Anleihe ist 
zur Verminderung laufender Verbindlichkeiten und Erhöhung des 
Betriebskapitals, zum Teil auch für Erweiterungszwecke bestimmt 
yewesen. Die Gesellschaft, hervorgegangen aus der 1883 ge- 
yründeten Deutschen Edison-Gesellschaft, befaßt sich bekanntlich 
mit der Herstellung elektrischer Maschinen, Apparate und Instru- 
mente und gehört zu den führenden Gesellschaften in der elektro- 
technischen Industrie. Die Tilgung der Anleihe erfolgt nur durch 
Auslosung zu 105 %, und zwar werden zum 15. Juli 1930 nominal 
343 000 $ und dann an jedem folgenden Zinstermin nominal je 
333 000 $ getilgt. Die Gesellschaft hat das Recht, den ganzen 
noch ausstehenden Anleihebetrag, aber nicht einen Teil, mit 
30tägiger Voranzeige zum 15. Januar 1980 oder jeden folgenden 
Zinstermin zu 105 % zu kündigen. 
Im Dezember 1925 ließ die A. E.G. eine zweite Anleihe 
von 10 Mill. $ in Neuyork auflegen, die mit Optionsrecht auf 
Aktien ausgestattet ist. Der Zinsfuß dieser Anleihe ist 6% %, 
während die erste Anleihe mit 7 % verzinslich ist. Jede Obliga- 
tion von 1000 $ berechtigt zum Bezug einer Anzahl Aktien der 
A.E.G. im Nominalwert von 100 A bis spätestens 1. Dezember 
1930. Die zuerst eingereichten 2360 Bezugsscheine berechtigen 
zum Bezug von je 18 Aktien zum Kurse von 24 $ (100,8 %), die 
nächsten 2150 zum Bezug einer gleichen Anzahl zu 26,50 $ 
(111,3 %), die nächsten 1940 ebenso zu 29 $ (121,8 %), die näch- 
sten 1800 ebenso zu 31,50 $ (132,4 %) und die letzten 1750 zum 
Bezug von je 17 Aktien zum Kurse von 34 $ (142,9 %). Die 
Aktien selber werden bei der National City Bank of New York 
deponiert, die hierfür den Obligationären Zertifikate ausstellt. Der 
Preis für die bezogenen Zertifikate kann in bar oder in Anleihe- 
stücken zum Nominalwert erfolgen. Der Barerlös für die ver- 
kauften Zertifikate ist zum Ankauf vom Anleihestücken bis zu 
pari zu verwenden; soweit ein solcher Ankauf innerhalb einer 
bestimmten Frist nicht möglich ist, fließt der Erlös der Gesell 
schaft zu. Alle am 1. Dezember 1980 noch ausstehenden Schuld- 
verschreibungen werden in gleichen Halbjahresbeträgen inner- 
halb 10 Jahren getilgt, und zwar offenbar durch Auslosung zu 
pari. Eine verstärkte oder vollständige Tilgung kann ab 1. Juni 
1931 zu 102% % bis einschließlich 1. Dezember 1935 stattfinden; 
dann nimmt der Prämienaufschlag jährlich um % % ab. Soweit 
also nicht bis 1. Dezember 1930 eine Tilgung stattgefunden hat, 
werden in den Jahren 1931—1940 jährlich 1 Mill. $ getilgt. 
Siemens & Halske A.-G. und Siemens-Schuckert- 
werke G. m. b. H. nahmen im Januar 1925 gemeinsam eine 
ursprünglich dreijährige 7 % Anleihe und eine zehnjährige 7 % 
Anleihe von je 5 Mill. $ auf. Erstere Gesellschaft, im Jahre 1847
	        
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