sind die ersten Entwürfe eines Reichsgeseßes zur Siche-
rung der Bauforderungen und eines preußischen Aus-
führunggessetes veröffentlicht worden.
Der Henry George Verein.
Ounzwischen hatte es wieder unliebsame Auseinander-
F setzungen mit den Mitgliedern gegeben. Erst gab es
eine Versammlung mit einer geharnischten Tagesord-
nung, weil Damaschke wegen eines von der Sozialdemo-
kratie gegen die Schultheiß Brauerei verhängten Bier-
boykotts, das bisherige Vereinslokal gewechselt hatte. Der
Grund, den Damaschke für den Lokalwechsel angab, daß
wir Mitglieder aller Parteien, also auch die Sozialdemo-
kraten als Freunde einlüden und unsere Sitzungen auf
neutralem Boden, also in solchen Lokalen abhalten müß-
ten, wo auch die Sozialdemokraten erscheinen konnten,
war nicht stichhaltinz. Von den Mitgliedern Marfels,
Mannes, Dr. Poetsch, Völker und Ollendorf ist mit Recht
geltend gemacht worden, daß in diesem Wechsel des Lo-
kals bereits eine Stellungnahme zugunsten der Sozial-
demokratie lag, zu der auch nach meiner Ansicht nach
ihrem verhalten uns gegenüber kein Grund vorgelegen
hatte. Der Sturm wurde schließlich durch einen Beschluß
beschwichtigt, worin festgestellt wurde, daß in dem Lokal-
wechsel keinerlei Stellungnahme zugunsten irgend einer
Partei zu erblicken ssei.*)
Dann ist wieder meine Tätigkeit in der Bauhandwer-
kerfrage an die Reihe gekommen. Einige Mitglieder
haben gefunden, daß wir durch diese Sache, die eine lokale
und nebensächliche sei, von unserem Hauptziel abgelenkt
würden. Die Mitglieder Borstell, Eschenbach, Völker, Dr.
Poetsch haben sich aber zu meiner Freude auf meine
Seite gestellt. Ich habe geltend gemacht, daß eine einzelne
V) Zeilschrift Frei Land 1894 Nr. 16.
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