Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

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Deutschlands Auslandsanleihen, 
Berlin, zwei in der Nähe von Dresden bei Sporbitz und Schmiede- 
berg) besitzt die Miag Fabriken in Wien-Atzgersdorf, in Monza 
bei Mailand und in Buenos Aires. Sie baut Getreide- und Öl- 
mühlen, Getreideelevatoren, Zementwerke, Erz- und Kohlequetsch- 
werke, Papierholzmühlen, Wasserturbinen, Pump- und Ventila- 
tionsanlagen, Mälzerei- und Brauerei-Einrichtungen usw. und be- 
tätigt sich in starkem Maße im Auslande. Der Erlös der Anleihe 
sollte für Rückzahlung von Bankdarlehen und sonstige Zwecke 
dienen. Die Anleihe ist durch eine erste Hypothek auf die sechs 
in Deutschland liegenden Betriebe gesichert. Sie ist mit Aktien- 
bezugsscheinen ausgestattet, und zwar entfällt auf jede 1000-$- 
Obligation ein Bezugsschein auf zehn Aktien der Miag zum Nenn- 
wert von je 100 MM bzw. auf jede 500-$-Obligation ein Bezugs- 
schein auf fünf Aktien. Der Bezugspreis je Aktie beträgt vom 1. Sep- 
tember 1926 bis 1. Februar 1927: 27,40 $, dann bis 1. Februar 
1928: 28,80 $, bis 1. Februar 1929: 30,25 $,.bis 1. Februar 1930: 
31,70 $, bis 1. Februar 1931: 33,10 $. Von der Anleihe werden 
halbjährlich 50 000 $ getilgt, sei es durch Ankauf bis zu pari oder 
Auslosung zu pari. Eine vorzeitige Kündigung kann mit 60tägiger 
Voranzeige zu jedem Zinstermin im sechsten Jahr zu 105 %, im 
siebenten zu 104 % usw. und vom elften Jahr ab zu pari erfolgen. 
Die N. V. Engelsch Hollandsche Bank & Handelsmaatschappij 
(Anglo Dutch Banking & Trading Cy) legte am 16. Juni 1926 
Zertifikate zu einem der A.-G. der Gerresheimer Glas- 
hüttenwerke vorm. Ferd. Heye, Düsseldorf, gewährten, mit 
8% zu verzinsenden fünfjährigen Darlehn von 750 000 hfl 
— 300 000 $ im gleichen Betrage als Unterbeteiligungen auf, Das 
Darlehn sollte in erster Linie neben der Verstärkung der Betriebs- 
mittel zur Finanzierung der Beteiligung an ausländischen Unter- 
nehmungen, insbesondere an einer Flaschenfabrik in Italien, 
dienen. Die Gesellschaft ist auf dem Gebiete der Flaschenfabrika- 
tion die bedeutendste in Deutschland. Außer in Gerresheim hat 
sie Werke in Hörstel i. W., Porta Westphalica, Kreuznach, Teuto- 
burg in Brackwede bei Bielefeld, Minden i. W. (Glasfabrik Witte- 
kind), Büdingen in Oberhessen, Lippstadt i, W., Loitz i. P. Für 
das Darlehn haftet die Gesellschaft mit ihrem ganzen unbeweg- 
lichen und beweglichen Vermögen; die Anglobank kann außerdem 
jederzeit die Eintragung einer Sicherheitshypothek auf das Gerres- 
heimer Hauptwerk verlangen. Ferner hat die Gesellschaft der 
Anglobank ihre Beteiligungen an außerdeutschen Fabriken und 
Gesellschaften verpfändet. Die Zertifikate lauten auf den Inhaber. 
Die Anglobank hat ihre Forderung gegen die Gerresheimer Glas- 
hüttenwerke an die Anglo Dutch Trust Cy, ’s Gravenhage, ver- 
pfändet. Die von ihr ausgegebenen Zertifikate sind daher nur 
gültig, wenn sie auch die Unterschrift der Anglo Dutch Trust Cy 
tragen. Das Darlehn und dementsprechend auch die Zertifikate
	        
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