Full text: Deutschlands Auslandsanleihen

Auslandsanleihen der Industrie, 
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werden am 1. Juni 1931 zu pari fällig. Das Darlehn kann zum 
1. Juni und 1. Dezember 1929, und zwar nur im ganzen, zu 101 %, 
im nächsten Jahr zu 100% % vorzeitig mit dreimonatiger Vor 
anzeige gekündigt werden. 
Die aus der Mitteldeutschen Gummiwarenfabrik Louis Peter 
entstandene, hauptsächlich Automobil- und Fahrradreifen produ- 
zierende Peters-Union A.-G, nahm in Holland eine Anleihe 
von 2,4 Mill. hfl auf, von der am 24. November 1926 zunächst 
1,6 Mill. aufgelegt und im Dezember die restlichen 0,8 Mill. frei- 
händig verkauft wurden. Die Anleihe ist gesichert durch eine 
erste Hypothek auf die Betriebe in Frankfurt a. M. und Corbach 
in Waldeck. Zweck der Anleihe war die Verstärkung der Be- 
triebsmittel für den Umsatz und für den Bezug von Rohkautschuk 
(hauptsächlich aus Niederländisch-Indien) sowie die Ablösung 
von Hypotheken und Bankschulden. Die Anleihestücke lauten auf 
den Namen der N. V. Amsterdamsch Trustee’s Kantoor in Amster- 
dam oder Order und werden durch Blankoindossament übertragen. 
Ab 1932 werden jährlich zum 1. Dezember 75 000 hfl, ab 1936 jähr- 
lich 100000 hfl ausgelost. Von 1932 ab kann die Anleihe mit 
sechsmonatiger Voranzeige zu jedem 1. Dezember ganz oder teil- 
weise gekündigt werden. 
Die Firma J. Brüning & Sohn in Potsdam nahm in 
Holland eine Anleihe von 125000 £ auf, von der 75000 £ fest 
untergebracht und 50 000 £ am 3. Dezember 1926 aufgelegt wur- 
den, und zwar zum Zweck der Tilgung kurzfristiger Verbindlich- 
keiten und zur Erhöhung des Betriebskapitals. Die Firma stellt 
Holzfabrikate, insbesondere „Triplexholz‘“, in ihren Fabriken in 
Potsdam, Langendiebach, Lüneburg, Ragnit, Rehfelde, Herbolz- 
heim her, zu 55 bis 60 % aus westafrikanischem Holz (Mahagoni). 
Ihre Abnehmer sind vor allem Schiffsgesellschaften, ferner Auto- 
mobil-, Flugzeug- und namentlich Möbelfabriken. Sie bezieht ihr 
Holz von der N. V. Handelsmaatschappij „Cuba“ in ’s Gravenhage, 
mit der sie in engen Beziehungen steht. Diese Gesellschaft hat die 
Garantie für die Anleihe übernommen; außerdem ist der Besitz der 
Firma Brüning mit einer Hypothek als Sicherheit für die Anleihe 
belastet. Die Anleihe wird ab 1. Oktober 1937 in zehn gleichen 
Jahresraten durch Auslosung zu pari getilgt. Ab 1. Oktober 1936 
kann die Gesellschaft die Anleihe jederzeit ganz oder teilweise 
zu pariı mit sechsmonatiger Voranzeige kündigen. 
Die Wohnhaus - Grundstücksverwertungs- 
A.-G.am Lehniner Platz hat zum Zwecke der Errichtung 
eines Häuserblocks mit 23 Wohnhäusern am Kurfürstendamm in 
Berlin eine Anleihe von 1,5 Mill. $ in Neuyork am 21. Dezember 
1926 auflegen lassen. Die Anleihe ist hypothekarisch gesichert 
und wird kumulativ getilgt; statt Barzahlungen können Anleihe- 
stücke zum Nennwert in den Tilgungsfonds geliefert werden, Eine 
Pfitzner, Deutschlands Auslandsanleihen.
	        
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