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Zweiter Teil.
bei den Mädchen aus den höheren Klassen eben wegen des
Hinzutretens perturbatorischer Faktoren längst nicht so hoch
dans une Soci6t&, car tout ce qu'ils ont, c’est de la force; tout ce qu'il
peuvent vendre, c’est du travail. Ainsi, plus leur nombre seroit petit, plus
les proprietaires seroient oblig6s de les mönager, Mais ces mömes salarıes
desirent d’avoir des enfans et de les nourrir; ainsi, en m&me temps que la
population nuit Aa leur aisance, chacun d’eux met son plus grand bonheur
A concourir & cette m&me population. ([Jacques Necker] Eloge de Jean-
Baptiste Colbert, Paris 1773, Brunet, p. 79.) In einer solchen Auffassung
liegt implicite ein berechtigter Zweifel an dem Zurechtbestehen der Fiktion
des Homo Oeconomicus. Den anzuzweifeln auch ein moderner führender
Statistiker wie Corrado Gini sich mit dem Hinweis darauf verpflichtet ge-
fühlt hat, daß die Bevölkerungsvermehrung, rein ökonomisch betrachtet,
irrationell sei und ihre Existenz folglich die Auflösung des Gesetzes zu-
gunsten des Instinktes voraussetze. (Corrado Gini, Problemi di Economia
politica visti da uno statistico. Annali di Economia, Milano, Universitä
Bocconi, vol. I, x924—1925, p. 259.) Pareto hält die Tatsache, daß
die unteren Bevölkerungsklassen eine sehr hohe Geburtenziffer aufweisen,
die oberen hingegen durch das Streben nach Intakthaltung der Ver-
mögen zu neomalthusianistischen Methoden greifen und dank dieser eine
äußerst geringe Geburtenzahl erzielen, für durchaus im sozialen Interesse
liegend. Denn nur. dadurch werde es ermöglicht, jeweils die herrschende
Klasse außerstand zu setzen, sich für die obliegenden Funktionen im
Staatsleben kräftig und zahlreich genug zu erhalten, und sie infolgedessen
dazu zu zwingen, unter Verzicht auf die alleinige Übernahme der politi-
schen Erbschaft stets neuen Zuzug aus den unteren Klassen in sich auf-
zunehmen. Die notwendige und gesunde circulation des 6lites habe
mithin ihre natürliche Basis in der Knappheit der bürgerlichen Geburten.
Die Ethiker, welche den oberen Klassen die sittliche Pflicht beibringen
möchten, möglichst viele Kinder zu erzeugen, arbeiteten deshalb nur auf das
falsche Ziel der Dekadenz hin; denn, wenn die Natalität in der Bour-
geoisie einen hohen Stand erreichen würde, so würde damit nur eine große
Zahl durch den Reichtum künstlich am Leben zu Erhaltender geschaffen
und auf diese Weise der Aufstieg der Elite aus den unteren Klassen er-
schwert. Da, auf der anderen Seite, in diesem Falle die ärmeren Klassen
nicht mehr durch Aufwand von Kraft und Energie in die oberen hinein-
gelangen könnten, so müßten sie verkümmern. Somit würde sich das
Durchschnittsmaß der Menschheit im Falle der Erreichung des Ideals der
Antineomalthusianer zweifellos verschlechtern. (Vilfredo Pareto, I si-
stemi socialisti, Milano, Istituto Editoriale Scientifico, vol. I, p. 32.)
Die Eugenetiker dagegen halten den Neomalthusianern vor, daß ihre
Propaganda in 35 Jahren zwar die oberen Klassen immer noch mehr zur