Full text : Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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wo  es  sich  darum  handelt,  den  Mitgliedern  die  Kartoffeln  „einzukellern", ­
  schreibt  der  Allgemeine  Konsumverein  Düsseldorf  in  seinem
letzten  Geschäftsbericht.
Einige  von  den  Schwierigkeiten  haben  die  Hauslieferungen  von
Kartoffeln  und  Brennmaterialien  gemeinsam.  Bei  beiden  handelt
es  sich  um  größere  Beträge,  so  daß  die  Durchführung  der  B  a  rz
  a  h  l  u  n  g  nicht  immer  leicht  ist.  Maßnahmen,  die  für  diese  Fälle
getroffen  werden,  lernten  wir  schon  früher  kennen.
Es  kommt  auch  häufig  vor,  daß  die  Fuhrleute  die  Besteller
nicht  zu  Hause  antreffen  und  so  oft  zwei-  oder  dreimal  anfahren
müssen,  um  ihre  Lieferungsgüter  los  zu  werden.  Das  ist  mit  Rücksicht ­
  auf  die  Berufszugehörigkeit  der  meisten  Mitglieder  leicht  erklärlich. ­
  Immerhin  ließe  sich  hier  durch  eine  vervollkommnetere  Organisation ­
  manches  ändern.
Bei  Bezirkskonsumvereinen  ergibt  sich  die  weitere  Schwierigkeit,
daß  die  zerstreut  liegenden  auswärtigen  Verteiln  ugsst
  eilen  schlecht  zu  bedienen  sind.  Man  ist  auf  Sammelladungen
angewiesen;  auch  schließt  man  beispielsweise  bei  Kohlen  Lieferungsverträge ­
  mit  den  Kohlenhändlern  der  betreffenden  auswärtigen
Orte  ab.
Bei  den  Kartoffelhauslieferungen  kommt  es  leicht  zu  Klagen  über
geringe  Haltbarkeit  der  Kartoffeln,  was  teilweise  auf  ungeeignete ­
  Aufbewahrungsorte  zurückzuführen  ist.  In  einzelnen  Berichten ­
  über  die  Vermittlung  von  Kartoffeln  und  Brennmaterialien
wurde  auch  darauf  hingewiesen,  daß  die  Mitglieder  zu  spät  bestellen, ­
  so  daß  sich  der  Verein  nicht  rechtzeitig  genügend  eindecken ­
  kann.
All  das  hatte  die  Konsumgenossenschaft  Dortmund-Hamm  dazu
geführt,  die  Hauslieferung  von  Kartoffeln  aufzugeben  und  zu  alleiniger ­
  Abgabe  in  den  Verteilungsstellen  überzugehen.  Aber  auch
diese  Art  der  Versorgung  hatte  ihre  Mängel.  Vielfach  fehlte  es  an
den  notwendigen  Räumen  zur  Aufspeicherung  der  Kartoffeln,  und
den  Mitgliedern  fehlte  es  häufig  an  billigen  Transportgelegenheiten,
um  die  Kartoffeln  nach  Hause  zu  bringen.
Sicherlich  wird  die  allmähliche  Erziehung  der  Konsumenten
durch  die  Konsumgenossenschaften  den  meisten  der  genannten  Uebelstände ­
  abhelfen.  In  dieser  Beziehung  ist  schon  viel  erreicht  worden,
und  wahrscheinlich  werden  die  Konsumgenossenschaften  von  weiteren
erfreulichen  Resultaten  berichten  können.  Jedenfalls  suchen  die  Konsumgenossenschaften ­
  die  Kohlen-  und  Kartoffelvermittlung  immer
weiter  auszubauen,  zumal  es  sich  um  zwei  Artikel  handelt,  die  für
            
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