fullscreen: Die Theorie der Volkswirtschaft

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kürzung des Anteils des Handwerkers erhalten, weil es für den 
Konsumenten doch gleichgültig ist, wer ihm die Produkte liefert: 
der Handwerker selbst oder der Zwischenhändler. Mit der Zu 
nahme der Handwerkerzahl und der Steigerung ihrer Konkurrenz 
untereinander steigt auch dieser Anteil des Zwischenhändlers am 
Produkt des Handwerkers. Je mehr sich also das Gewerbe ent 
wickelt, um so geringer wird der Anteil des Handwerkers an 
seinem Produkt. Der Handwerker muß also immer mehr pro 
duzieren, um existieren zu können. Daher steigert der Kustar 
auch bei gleichbleibender Technik die Produktion, 
indem er seine Kräfte intensiver ausnützt. 
So geht die Umwandlung des Handwerks in Kustargewerbe 
und Hausindustrie infolge der Zunahme der Handwerkerzahl 
und der Handwerkererzeugnisse vor sich, also infolge der 
Steigerung der Produktivkräfte, aber ohne 
Änderung der Produktionstechnik. 
Allerdings kommt diese Entwicklung hauptsächlich dem 
Zwischenhändler zugute. Aber auch der Kustar verdient jetzt 
mehr als der Handwerker. 
Im Seilergewerbe des Gouvernements Saratow entfallen auf 
den Handwerker, der für den lokalen Markt arbeitet, 23 Proz. 
des herausgearbeiteten Wertes, während derjenige, der für den 
Zwischenhändler arbeitet, nur 16 Proz. des Wertes erhält. 
Dennoch ist der durchschnittliche Verdienst eines Kustars, der 
für den Zwischenhändler arbeitet, größer als der eines selb 
ständigen Handwerkers, Der erstere bekommt 72 Rubel jähr 
lich, der Handwerker arbeitet aber nur 63,7 Rubel heraus. Die 
Beschränktheit des lokalen Absatzgebietes gestattet dem selbstän 
digen Handwerker nicht, ebensoviel Produkte zu erzeugen und 
abzusetzen, wie der für den Zwischenhändler arbeitende Kustar. 
Erst die Stückarbeit für den Verleger (also die Hausindustrie) 
verkürzt wiederum den Verdienst des Kustars auf 43,7 Rubel, 
wobei der Anteil des Kustars an seinem Produkt jetzt gar auf 
12 Proz. herabsinkt. 
Folglich verdient der Kustar mehr als der Handwerker, ob 
gleich er schon einen geringeren Anteil an dem Produkt hat;
	        
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