Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Neuntes Kapitel. 
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Id variablen Bestandteil statt. Innerhalb desselben Produktions- 
‘Weiges wechselt dies Verhältnis mit wechselnder technischer Grund- 
age und gesellschaftlicher Kombination [Zusammensetzung] des 
Produktionsprozesses. Wie aber ein gegebenes Kapital immer zer- 
lalle in konstanten und variablen Bestandteil, ob der letztere 
Ich zum ersteren verhalte wie 1 : 2, 1:10 oder 1 : x, das 
°ben aufgestellte Gesetz wird nicht davon berührt, da früherer 
Analyse gemäß der Wert des konstanten Kapitals im Produkten- 
Wert zwar wieder erscheint, aber nicht in das neu gebildete 
Wertprodukt eingeht. Um 1000 Spinner zu verwenden, sind 
latürlich mehr Rohmaterialien, Spindeln usw. erheischt, als um 100 
% verwenden. Der Wert dieser zuzusetzenden Produktionsmittel aber 
Mag steigen, fallen, unverändert bleiben, groß oder klein sein, 
Sr bleibt ohne irgendeinen Einfluß auf den Verwertungsprozeß 
der Sie bewegenden Arbeitskräfte. Das oben konstatierte Gesetz 
mmt also die Form an: Die von verschiedenen Kapitalen pro- 
Atierten Massen von Wert und Mehrwert verhalten sich bei 
(°gebenem Wert und gleich großem Exploitationsgrad der Ar- 
Karskraft direkt wie die Größen der variablen Bestandteile dieser 
Se das heißt ihrer in lebendige Arbeitskraft umgesetzien Be- 
eile. 
Dies Gesetz widerspricht offenbar aller auf den Augenschein 
Segründeten Erfahrung. . Jedermann weiß, daß ein Baumwoll- 
inner, der, die Prozentteile des angewandten Gesamtkapitals be- 
(Cchnet, relativ viel konstantes und wenig variables Kapital an- 
k endet, deswegen keinen kleineren Gewinn oder Mehrwert er- 
Sutet als ein Bäcker, der relativ viel variables und wenig konstantes 
N Apital in Bewegung setzt. Zur Lösung dieses scheinbaren Wider- 
qrüches bedarf es noch vieler Mittelglieder, wie es vom Standpunkt 
°T elementaren Algebra vieler Mittelglieder bedarf, um zu ver- 
chen, daß + eine wirkliche Größe darstellen kann. Obgleich sie 
AS Gesetz nie formuliert hat, hängt die klassische Oekonomie in- 
Aktiv daran fest, weil es eine notwendige Konsequenz des Wert- 
SOSetzeg überhaupt ist. Sie sucht es durch gewaltsame Abstraktion 
SDR den Widersprüchen der Erscheinung zu retten. Man wird 
Ans “s gehen, wie die Ricardosche Schule an diesem Stein des 
Rich SS gestolpert ist. Die Vulgärökonomie, die „wirklich auch 
Ge ts gelernt hat“, pocht hier, wie überall, auf den Schein gegen das 
win der Erscheinung. Sie glaubt im Gegensatz zu Spinoza, daß 
"9 Unwissenheit ein hinreichender Grund ist“. 
ta Die Arbeit, die vom Gesamtkapital einer Gesellschaft tagaus, 
b Sein in Bewegung gesetzt wird, kann als ein einziger Arbeitstag 
Tachtet werden. Ist zum Beispiel die Zahl der Arbeiter eine 
208 Ns 
Ma Nähere dar N + 
Ixs, s darüber im vierten Buch. [Vgl. d i 
chen „Theorien über den Mehrwert“, KT en dritten Band der
	        
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