Full text : Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Vorwort des Herausgebers,

XXXI

Eckstein hat überall das 1. e. durch den vollen Büchertitel ersetzt
und damit dem Leser, der sich mit einem der von Marx zitierten
Autoren in einem oder dem andern Falle näher bekannt machen
will. eine lästige Arbeit erspart.
Noch willkommener wird vielen Lesern das Namens- und Sachregister
 sein, das Rjasanoff herstellte, dem ich auch manchen wertvollen
 Hinweis bei meiner Arbeit verdanke.
Die Nützlichkeit des Registers liegt auf der Hand und bedarf
keiner Auseinandersetzung. Ueber seine Benutzung unterrichtet
uns Rjasanoff selbst in einer Einleitung.
{ch möchte hier nur dringend davon abraten, das Register etwa
in der Weise zu benutzen, daß man sich die mühevolle Arbeit des
Durchstudierens des ganzen Werkes zu ersparen sucht und bloß die
Rosinen aus dem Kuchen ausliest, bloß jene Ausführungen sucht,
die direkt praktische Anwendung finden können, von jenem Drang
nach sofortigen praktischen Schlußfolgerungen getrieben, vor dem
Marx schon in seiner oben zitierten Vorrede zur französischen Ausgabe
 warnte. Ist ein solches Verfahren überall schlecht am Platze,
so nirgends mehr als beim „Kapital“, in dem das einzelne nur für
den begreiflich wird, der das Ganze kennt, es nicht nur gelesen
hat, sondern auch sich stets gegenwärtig hält.
Damit sei nicht gesagt, daß jedermann zu raten wäre, das „Kapital“
 ohne weiteres von A bis Z durchzulesen. Der gewöhnliche Leser
wird dabei gerade im ersten Abschnitt auf erhebliche Schwierigkeiten
stoßen, die ihn abschrecken, in der Lektüre weiter fortzuschreiten,
und doch fände er später ausgedehnte Partien, die allgemein verständlich,
 ja packend und eindringlich geschrieben und dabei für
jeden Proletarier von äußerster Wichtigkeit sind. .
Marx selbst fühlte, daß man dem Durchschnittsleser nicht zumuten
 kann, sich durch das „Kapital“ so, wie es vorliegt, durchzuarbeiten.
 Als ihm sein Freund Kugelmann mitteilte, seine Frau
hätte Lust, das „Kapital“ zu lesen, finde sich aber im Anfange
schwer zurecht, antwortete Marx mit folgendem „Rezept zum Lesen
des Buches“:
Wollen Sie Ihrer Frau Gemahlin als zunächst lesbar die Abschnitte
über den „Arbeitstag“, „Kooperation, Teilung der Arbeit und Maschinerie“,
endlich über die „ursprüngliche Akkumulation“ bezeichnen.
Danach hätte also der Leser, der vor den Schwierigkeiten des
Anfangs zurückschreckt, zunächst das 8. Kapitel, dann das 11., 12.
und 138. sowie endlich das 24. in Angriff zu nehmen. Die genannten
Kapitel sind neben jenen über den Arbeitslohn und das allgemeine
Gesetz der kapitalistischen Akkumulation die praktisch wichtigsten
für ihn, sie bleiben jedoch bloße Beschreibungen von Zuständen,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.