Full text: Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Fabrikbuchführ u ng. 
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allgemeinen Bedarf für den Fabrikations- und den kaufmänni 
schen Betrieb, insbesondere den Kapitalbedarf und dessen Wert, 
Vernichtung, berechnet, die äußeren Beziehungen der Wirtschaft- 
die Rentabilität der Unternehmung, zahlenmäßig festhält. Die 
kaufmännische Buchführung zeigt in ihrem Zentrum, dem Haupt 
buch, in welchem Verhältnisse der Erlös, d. i. der Veräußerungs 
wert der Produkte zur Werterhöhung durch die technische Arbeit 
des Betriebes steht. 
Fabrikation ist Anschaffung, Verarbeitung, Bearbeitung 
°der Nacharbeit und Weiterveräußerung. Dementsprechend soll 
die kaufmännische Buchführung — nur von dieser ist hier die 
Hede — die Kosten der Anschaffung der zu bearbeitenden Stoffe 
(Roh- und Zusatzstoffe), die Kosten und den Erfolg der Ver 
edelung sowie die Kosten und den Erfolg der Wiederveräußerung 
a üseinanderhalten. Die praktische Buchführung kennt eine 
größere Zahl von verschiedenen Darstellungsformen, dieser an 
sich einfachen Grundsätze x ). Einige Formen mögen an der 
Rand praktischer Beispiele gezeigt werden. 
I. Der Aufwand (an Werk- und Hilfsstoffen, Arbeitslöhnen, 
Betriebskosten usw.) wird auf besonderen, ziemlich eingehend 
s Pezialisierten Aufwand-Korden verrechnet, der Wertumsatz 
durch Verkauf einem Produkten-Konto kreditiert. Jedoch stehen 
Aufwand und Verkaufserlös während des Betriebs]ahres in 
keinem organischen Zusammenhang. Eine zusammenfassende 
Rechnung des Produktionsaufwandes fehlt. Erst Ende des 
Jahres werden Aufwand- bzw. Verbrauchs- und "Verkaufs- 
Ronten durch Gewinn- und Verlust-Konto saldiert. Dieses 
Abschluß-Konto stellt eine Vermengung von Betriebsrechnung 
(Fabrikations-Konto) und Ertragsrechnung dar. Im deutschen 
Brauereigewerbe ist diese Art der Verrechnung üblich. Sie war 
gerechtfertigt, so lange die Brauereigesellschaften die Produk- 
Rons- bzw. Umsatzhektoliterzahlen veröffentlichten, wodurch 
dem Fernstehenden eine Berechnung der durchschnittlichen 
Selbstkosten auf Grund der Gewinn- und Verlustrechnung mög- 
ich war (vgl. Selbstkostenberechnung, a. a O , S. 49 ff )• 
R Eine gute prinzipielle Darlegung gibt Calmes, Die Fabrikbuch- 
RJtung, Leipzig 1909 ff. Auch Lünemann (Die charakteristischen Konten 
er Pabrikbuchführung .. .,) in der Z. f, B. 1901.
	        
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