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Nachwort zur zweiten Auflage.
Erscheinung. ... Die alten Oekonomen verkannten die Natur
ökonomischer Gesetze, als sie dieselben mit den Gesetzen der Physik
und Chemie verglichen. . . . Eine tiefere Analyse der Erscheinungen
bewies, daß soziale Organismen sich voneinander ebenso gründlich
unterscheiden wie Pflanzen- und Tierorganismen. ... Ja, ein und
dieselbe Erscheinung unterliegt ganz und gar verschiedenen Ge-
setzen infolge des verschiedenen Gesamtbaues jener Organismen,
der Abweichung ihrer einzelnen Organe, des Unterschieds der Be-
dingungen, worin sie funktionieren usw. Marx leugnet zum Beispiel,
daß das Bevölkerungsgesetz dasselbe ist zu allen Zeiten und an allen
Orten. Er versichert im Gegenteil, daß jede Entwicklungsstufe ihr
eigenes Bevölkerungsgesetz hat. . . . Mit der verschiedenen Entwick-
lung der Produktivkraft ändern sich die Verhältnisse und die sie
regelnden Gesetze. Indem sich Marx das Ziel stellt, von diesem
Gesichtspunkt aus die kapitalistische Wirtschaftsordnung ‚zu er-
forschen und zu erklären, formuliert er nur streng wissenschaftlich
das Ziel, welches jede genaue Untersuchung des ökonomischen
Lebens haben muß. ... Der wissenschaftliche Wert solcher For-
schung liegt in der Aufklärung der besonderen Gesetze, welche Ent-
stehung, Existenz, Entwicklung, Tod eines gegebenen gesellschaft-
lichen Organismus und seinen Ersatz durch einen andern, höheren
regeln. Und diesen Wert hat in der Tat das Buch von Marx.“
Indem der Herr Verfasser das, was er meine wirkliche Methode
nennt, so treffend, und soweit meine persönliche Anwendung der-
selben in Betracht kommt, so wohlwollend schildert, was anders hat
er geschildert als die dialektische Methode?
Allerdings muß sich die Darstellungsweise formell von der
Forschungsweise unterscheiden. Die Forschung hat den Stoff sich
im Detail anzueignen, seine verschiedenen Entwicklungsformen zu
analysieren und deren inneres Band aufzuspüren. Erst nachdem
diese Arbeit vollbracht, kann die wirkliche Bewegung entsprechend
dargestellt werden. Gelingt dies und spiegelt sich nun das Leben
des Stoffes ideell wider, so mag es aussehen, als habe man es mit
einer Konstruktion a priori [von vornherein} zu tun.
Meine dialektische Methode ist der Grundlage nach von der
Hegelschen nicht nur verschieden, sondern ihr direktes Gegenteil.
Für Hegel ist der Denkprozeß, den er sogar unter dem Namen Idee
in ein selbständiges Subjekt verwandelt, der Demiurg [der Schöpfer] |
des Wirklichen, das nur seine äußere Erscheinung bildet. Bei mir |
ist umgekehrt das Ideelle nichts anderes als das im Menschenkopf
umgesetzte und übersetzte Materielle.
Die mystifizierende Seite der Hegelschen Dialektik habe ich vor
beinahe 30 Jahren, zu einer Zeit kritisiert, wo sie noch Tagesmode
XLVII