Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

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Sechzehntes Kapitel. 
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ler Arbeitstag oder der Mehrwert stets kleiner als das Wertprodukt. 
Jm sich zu verhalten wie I müßten sie aber gleich sein. Damit 
lie Mehrarbeit den ganzen Arbeitstag umfasse (es handelt sich hier 
m den Durchschnittstag der Arbeitswoche, des Arbeitsjahres usw.), 
Lüßte die notwendige Arbeit auf Null sinken. Verschwindet aber die 
lotwendige Arbeit, so verschwindet auch die Mehrarbeit, da letztere 
Wr eine Funktion der ersteren [eine von jener abhängige und mit 
hr nor . N N ; „.... Mehrarbeit 
wendig zusammenhängende Größe]. Die Proportion Arbeilst 
Mehrwert ; . 100 . a5 
Wertprodukt kann also niemals die Grenze 166 erreichen und 
; Pro 100+x ,. . 
loch weniger auf 60 Steigen. Wohl aber die Rate des Mehr- 
Yertes oder der wirkliche Ausbeutungsgrad der Arbeit. Nimm zum 
2Cispiel die Schätzung des Herrn L. de Lavergne, wonach der eng- 
sche Ackerbauarbeiter nur 1. der Kapitalist (Pächter) dagegen 
A des Produkts!® oder seines Wertes erhält, wie die Beute sich 
Mmer zwischen Kapitalist und Grundeigentümer usw. nachträglich 
Yeiter verteile. Die Mehrarbeit des englischen Landarbeiters ver- 
‘alt sich danach zu seiner notwendigen Arbeit — 3 : 1, ein Prozent- 
alz der Ausbeutung von 300 pZt. 
Die Schulmethode, den Arbeitstag als konstante Größe zu be- 
ländeln, wurde durch Anwendung der Formeln II befestigt, weil 
Yan hier die Mehrarbeit stets mit einem Arbeitstag von gegebener 
%öße vergleicht. Ebenso, wenn die Teilung des Wertprodukts aus- 
“hließlich ins Auge gefaßt wird. Der Arbeitstag, der sich bereits 
N sinem Wertprodukt vergegenständlicht hat, ist stets ein Arbeitstag 
"N gegebenen Grenzen. 
Die Darstellung von Mehrwert und Wert der Arbeitskraft 
Is Bruchteilen des Wertprodukts — eine Darstellungsweise, die 
Drigens aus der kapitalistischen Produktionsweise selbst erwächst 
üd deren Bedeutung sich später erschließen wird — versteckt den 
Dezifischen Charakter des Kapitalverhältnisses, nämlich den Aus- 
sch des variablen Kapitals mit der lebendigen Arbeitskraft und 
len entsprechenden Ausschluß des Arbeiters vom Produkt. An die 
elle tritt der falsche Schein eines Assoziations- [eines Genossen- 
] hafts-] verhältnisses, worin Arbeiter und Kapitalist das Produkt nach 
m Verhältnis seiner verschiedenen Bildungsfaktoren teilen.!* 
'® Der Teil des Produkts, der nur das ausgelegte konstante Kapital 
etz, ist bei dieser Rechnung selbstverständlich abgezogen. — Herr 
N de Lavergne, blinder Bewunderer Englands, gibt eher zu niedriges als zu 
“bes Verhältnis an. . 
'** Da alle entwickelten Formen des kapitalistischen Produktions- 
PTOZeSseg Formen der Kooperation sind, ist natürlich nichts leichter, als von 
Kom eigentümlichen gegensätzlichen Charakter abzusehen und sie so in 
Teie Assoziationsformen umzufabeln, wie in des Grafen A. de Laborde: 
»De VEsprit de l’Association dans tous les interä&ts de la Communaute.
	        
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