Full text: Der Produktionsprozeß des Kapitals (1.1928)

Siebter Abschnitt. 
einziges Wertteilchen, das nicht aus unbezahlter fremder Arbeit her- 
stammt. Die Produktionsmittel, denen die zuschüssige Arbeitskraft 
einverleibt wird, wie die Lebensmittel, von denen diese sich erhält, 
sind nichts als die Bestandteile des Mehrprodukts, des der Arbeiter- 
klasse jährlich durch die Kapitalistenklasse entrissenen Tributs- 
Wenn diese mit einem Teil des Tributs von jener zusätzliche Arbeits 
kraft kauft, selbst zum vollen Preise, so daß Aequivalent sich aus 
tauscht gegen Aequivalent — es bleibt immer das alte Verfahren 
des Eroberers, der den Besiegten Waren abkauft mit ihrem eigene» 
geraubten Geld. 
Wenn das Zusatzkapital denselben Arbeiter beschäftigt, der € 
produziert hat, so muß dieser nicht nur fortfahren, das ursprünglich® 
Kapital zu verwerten, sondern auch die Ergebnisse seiner früherel 
unbezahlten Arbeit von neuem mit mehr zusätzlicher Arbeit kaufen 
als sie gekostet haben. Betrachtet man den Vorgang als Travs 
aktion, als Geschäft zwischen der ganzen Kapitalistenklasse und 
der ganzen Arbeiterklasse, dann ändert es nichts an der Sache 
wenn mit der unbezahlten Arbeit der bisher beschäftigten Arbeiter 
zuschüssige Arbeiter beschäftigt werden. Der Kapitalist kann auch 
das Zusatzkapital dazu verwenden, eine Maschine zu kaufen, die de? 
Produzenten des Zusatzkapitals aufs Pflaster wirft und durch ei 
paar Kinder ersetzt. In allen Fällen hat die Arbeiterklasse durel 
ihre diesjährige Mehrarbeit das Kapital geschaffen, das im nächste? 
Jahre zuschüssige Arbeit beschäftigen wird.?? Das ist es, was ma? 
nennt: Kapital durch Kapital erzeugen. 
Die Voraussetzung der Akkumulation des ersten Zusatzkapital$ 
von 2000 Pfd. Sterl. war eine vom Kapitalisten vorgeschossene, ih® 
kraft seiner „ursprünglichen Arbeit“ gehörige Wertsumme vol 
10000 Pfd. Sterl. Die Voraussetzung des zweiten Zusatzkapitals voP 
400 Pid. Sterl dagegen ist nichts anderes als die vorhergegangen“ 
Akkumulation des ersten, der 2000 Pfd. Sterl., dessen kapitalisierte” 
Mehrwert es ist. Eigentum an vergangener unbezahlter Arbeit €!” 
scheint jetzt als die einzige Bedingung für gegenwärtige Aneignung 
lebendiger unbezahlter Arbeit in stets wachsendem Umfange. Je 
mehr der Kapitalist akkumuliert hat, desto mehr kann er akkt 
mulieren. 
Insofern der Mehrwert, woraus Zusatzkapital Nr. I besteht, da 
Resultat des Ankaufs der Arbeitskraft durch einen Teil des Original 
kapitals war, eines Kaufes, der den Gesetzen des Warenaustausch®® 
entsprach, und der, juristisch betrachtet, nichts voraussetzt als irei® 
Verfügung auf seiten des Arbeiters über seine eigenen Fähigkeite® 
auf seiten des Geld- oder Warenbesitzers über ihm gehörige wert®] 
sofern Zusatzkapital Nr. II usw. bloß Resultat von Zusatzkapit 
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22 „Di ; 
nendet @ Ce ka Kapital, bevor das Kapital die Arbeit 2" 
wendet. eld: „England and America. London 1833“, vol Il
	        
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