fullscreen: Die Theorie der Volkswirtschaft

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Die Erhöhung des Arbeitereinkommens bestimmt somit die 
Richtung, in der die Verteilung der Produktivkräfte vor sich geht: 
ein immer größerer Teil wird für die Produktion von Arbeitsmitteln 
verwendet, die von den Industrien der Massenkonsumtionsartikel 
gebraucht werden. 
Die Analyse der Haushaltungen aller Gesellschaftsschichten be 
weist, daß mit der Zunahme ihres Einkommens der Verbrauch 
von Industrieerzeugnissen steigt, während der von landwirtschaft 
lichen Produkten relativ sinkt. Daher muß auch eine Verschie 
bung in der Verteilung der Produktivkräfte von der Landwirt 
schaft zur Industrie stattfinden. Es hängt aber viel davon ab, 
wessen Einkommen gestiegen ist: das der Arbeiter oder das der 
Kapitalisten. Das Steigen des Arbeitereinkommens fördert die 
wirtschaftliche Entwicklung, indem es den Boden für den tech 
nischen Fortschritt schafft, während das Steigen der Einnahmen 
der reichen Klassen diesen Fortschritt hemmt, indem es eine er 
höhte Anwendung von lebendiger Arbeitskraft erfordert und viel 
Arbeit verschwendet. 
Die Erhöhung des Einkommens der Bauern und Hand 
werker müßte eigentlich zur Vermehrung ihrer Arbeitsmittel 
führen, wenn die Ausdehnung ihrer Wirtschaft nicht bloß 
auf Kosten der anderen möglich wäre. Eine Bauernfamilie 
kann bessere Produktionsmittel brauchen, wenn sie ihren Acker 
ausdehnt. Sonst sind ihr die Arbeitsmittel fast nutzlos. Auf zwei 
bis drei Hektar kann man nicht statt zwei Pferde zehn Pferde 
brauchen, ebensowenig verbesserte landwirtschaftliche Maschinen. 
Deshalb führt die Steigerung der Einnahmen nur bei den Bauern 
zur Ausdehnung des wirtschaftlichen auf Kosten des persönlichen 
Konsums, die wohlhabend genug sind, um ihren Acker auf Kosten 
desjenigen ihrer Nachbarn auszudehnen. 
Oft hört man sagen: was bedeutet denn der Kampf um eine 
Lohnerhöhung der Arbeiter; was geht er die „Gesellschaft“ an? 
Wir haben nun gesehen, daß der Kampf der Arbeiter um bessere 
Lebensbedingungen gleichzeitig den Kampf um den 
wirtschaftlichenF ortschritt bedeutet, daß der ganze 
Progreß eng mit ihm verbunden ist . . . 
Mas slow, Die Theorie d. Volkswirtsch. 
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