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Siebter Abschnitt.
gerade Gegenteil sind. So bei Wakefield. Ferner: die Zersplitterung
der Produktionsmittel als individuelles Eigentum vieler von ein-
ander unabhängigen, selbstwirtschaftenden Arbeiter nennt er gleiche
Teilung des Kapitals. Es geht dem politischen Oekonomen, wie dem
feudalen Juristen. Letzterer klebte auch auf reine Geldverhältnisse
seine feudalen Rechtsetiketten.
„Wäre“, sagt Wakefield, „das Kapital unter alle Mitglieder der
Gesellschaft in gleiche Teile verteilt, so hätte kein Mensch ein Inter-
esse, mehr Kapital zu akkumulieren, als er mit seinen eigenen
Händen anwenden kann. Dies ist in gewissem Grade der Fall in
neuen amerikanischen Kolonien, wo die Leidenschaft für Grund-
sigentum die Existenz einer Klasse von Lohnarbeitern verhindert.‘258
Solange also der Arbeiter für sich selbst akkumulieren kann,
und das kann er, solange er Eigentümer seiner Produktionsmittel
bleibt, ist die kapitalistische Akkumulation und die kapitalistische
Produktionsweise unmöglich, Die dazu unentbehrliche Klasse der
Lohnarbeiter fehlt. Wie wurde nun im alten Europa die Expropria-
tion des Arbeiters von seinen Arbeitsbedingungen, daher Kapital
und Lohnarbeit, hergestellt? Durch einen Contrat Social [einen
Gesellschaftsvertrag] ganz origineller Art.
„Die Menschheit . . . adoptierte eine einfache Methode zur
Förderung der Akkumulation des Kapitals“, die ihr natürlich seit
Adams Zeiten als letzter und einziger Zweck ihres Daseins vor-
schwebte; „sie teilte sich in Eigner von Kapital und Eigner vor
Arbeit . .. diese Teilung war das Resultat freiwilliger Verständigung
und Kombination‘,22
Mit einem Wort: die Masse der Menschheit exproprüerte sich
selbst zu. Ehren der „Akkumulation des Kapitals“. Nun sollte man
glauben, der Instinkt dieses selbstentsagenden Fanatismus ‚müsse
sich namentlich in Kolonien den Zügel frei schießen lassen, wo allein
Menschen und Umstände existieren, welche einen Contrat Social aus
dem Traumreich in das der Wirklichkeit übersetzen könnten. Aber
wozu dann überhaupt die von Wakefield vorgeschlagene „systema-
tische Kolonisation‘“ im Gegensatz zur naturwüchsigen Kolonisation?
Aber, aber: „in den nördlichen Staaten der amerikanischen Union
ist es zweifelhaft, ob ein Zehntel der Bevölkerung der Kategorie der
Lohnarbeiter angehört. . . . In England . . . besteht die große Volks-
masse aus Lohnarbeitern“.2%0
Ja der Selbstexpropriationstrieb der arbeitenden Menschheit zu
Ehren des Kapitals existiert so wenig, daß Sklaverei, selbst nach
Wakefield, die einzige naturwüchsige Grundlage des Kolonialreich-
tums ist. Seine systematische Kolonisation ist ein bloßer Notbehelf,
da er nun einmal mit Freien, statt mit Sklaven zu tun hat. „Die
ersten spanischen Ansiedler in Santo Domingo erhielten keine Ar-
258 Ebenda, Bd. I, S. 17, 18.
359 Ebenda, S, 18.
260 Ebenda, S. 42, 43, 44.