Full text: Der Salzhandel, die Salinen und Salzbergwerke Württembergs im 19. Jahrhundert

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Kanzleikosten jährlich. Der an der Spitze des Bergwerks „Wilhelmsglück" 
stehende Bergwerksinspektor bezog eine Besoldung von 600 fl. jährlich; für die 
ebenfalls dort tätigen Bergkadetten war eine Entschädigung von 200 fl. vor 
gesehen. Der Jahresgehalt des Obersteigers betrug 513 fl. 20 kr.; der des 
Untersteigers 292 fl. jährlich. Zn erwähnen wäre noch der auf der Saline Sulz 
tätige Kontroleur, der mit 292 fl. jährlich besoldet wurde. Die Salinen-Amts- 
diener erhielten durchschnittlich 150 fl. jährlich; der von Sulz jedoch nur 120 fl. 
Endlich ist noch der Salinenkontroleur auf der Saline Clemenshall mit 700 fl, 
und 140 fl. Kanzleikosten und ein Magazinaufseher mit 589 fl. Besoldung 
jährlich zu nennen. 
Im Anschluß hieran wollen wir auch eine Uebersicht der Besoldungen auf 
den Württembergischen Staatssalinen geben *). Hiernach betrugen die Besoldungen: 
Beamten-Kategorie. 
Etat 1864/67. 
Etat 1867/70. 
fl. 
kr. 
fl. 
kr. 
4 Salinenverwalter 
6200 
— 
6200 
— 
2 Salinenkassierer 
4100 
— 
4300 
— 
4 Assistenten 
3400 
— 
3600 
— 
3 Buchhalter 
2100 
— 
2550 
— 
1 Bergwerksinspektor in Friedrichshall 
1200 
— 
1200 
— 
1 Salineninspektor in Clemenshall 
1100 
' 
1100 
— 
1 Platzmeister in Sulz 
551 
12 
603 
12 
1 Salinenverwalter in Schwenningen 
1050 
— 
— 
— 
1 Verqkadetl 
200 
— 
200 
— 
6 Amtsdiener 
872 
13 
830 
— 
Summa: 
20 773 fl. 
25 kr. 
20 583 fl. 
12 kr. 
Die Abnahme der Besoldungsziffer im Etat 1867/70 ist hauptsächlich 
darauf zurückzuführen, daß die Saline Schwenningen in der Zwischenzeit aufge 
geben wurde, wodurch auch die Besoldungen in Fortfall kamen. Erwähnt sei 
noch, daß bei den Assistentenstellen von dem Jahre 1830 ab bis in die 1870er 
Jahre hinein die Praxis geübt wurde, die Besoldung nach jeweils dreijähriger, 
befriedigender Dienstzeit um 100 fl. zu erhöhen, bis ein Gesamtgehalt von 1000 fl. 
erreicht war. 
Von Interesse dürfte noch sein, einiges über den Buchwert der Kgl. württ. 
Salinen zu erfahrer. Derartige buchmäßigen Feststellungen und Abschätzungen 
waren im Laufe der Zeiten mehrfach vorgenommen worden. So für die Salinen 
Friedrichshall, Hall und Sulz im Jahre 1847, für die Salinen Clemenshall 
und Wilhelmshall im Jahre 1854. Nachstehend geben wir eine Darstellung 
des Buchwertes der k. Salinen, abschließend mit dem 30. Juni 18712). 
Stand des Grundkapitals nach der Inventur vom 1. Juli 1847 resp. 1854. 
Clemenshall. Friedrichshall. Hall. Sulz. Wilhelmshall. Insgesamt. 
118086.23 fl. 357851,37 ft. 258820.— ft. 47 478.— fs. 321904.—ft. 1104140.—ft. 
Leistungen der Grundstocksverwaltung rc. bis 30. Juni 1871. 
544,44 fl. 855 360,26 fl. 1 346,05 fl. 3 442,36 fl. 1511,21 ft. 862205,12 ft. 
Insgesamt: 
US 631,07 fl. 1213 212,03 fl. 260 166,05 fl. 50 920,36 fl. 323415,21 fl. 1966345,12 ft. 
1) Verhandlungen d. württ. Kammer d. Abg., Jahrg. 1867. II. Beil. Bd. S. 422. 
2) Verhandlungen d. württ. Kammer d. Abg., Jahrg. 1870. 11. Beil. Bd. S. 342.
	        
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