Verkehr.
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wickelt, wo ja auch vorzugsweise das Bedürfnis nach Woll-
kleidung besteht. Da die heimische Wollerzeugung für die Be-
Jürfnisse der Fabriken nicht ausreicht, so wurden 1924 neben
10,359.918 kg heimischer Wolle noch 466.039 fremder Wolle
und 205.448 kg Kammgarn, verarbeitet, zusammen 2,267.000 kg.
Die Verteilung der Industrie auf die einzelnen Staaten 1924
zeigt die Tabelle XII.
Auch die übrigen Industriezweige sind zumeist noch auf
Einfuhr angewiesen, während andere dem Bedarf des Landes
nahezu genügen oder Sogar über ihn hinausgehen. So mußte
z. B. 1924 Bier‘) nur im Wert von 43.000 Pesos eingeführt
werden, während Zu ck er sogar in bedeutenden Beträgen (1924:
3080 t im Wert von 8*/; Millionen Pesos, dazu 7160 t Rohzucker
= 1?/, Millionen Pesos) ausgeführt werden konnte.
Die Tabakverarbeitung findet in allen Staaten statt; am
stärksten ist diese Industrie aber entwickelt im Bundesdistrikt
und in den Staaten Puebla und Veracruz, wo von dem 1923
verbrauchten Rohmaterial im Wert von 11:6 Millionen Pesos über
die Hälfte bzw. !/, und !/.- verarbeitet wurde. Sägemühlen
und Holzverarbeitungsfabriken sind viel verbreitet. In der
Hauptstadt gibt es einige Maschinenfabriken, Möbelfabriken,
2 Porzellanfabriken ‚(darunter eine deutsche); in Monterrey
arbeitet eine moderne Glasfabrik. Moderne Gerbereien und
Schuhfabriken, ferner Hutmachereien, Knopffabriken sind mehr-
fach vorhanden, auch 8 Papierfabriken, davon 4 in der Haupt-
stadt (2 deutsche und 2 französische).
Die eben erwähnten industriellen Anlagen sind großenteils in
mexicanischen Händen, zu einem beträchtlichen Teil aber auch
in ausländischem (besonders spanischem und französischem) Be-
sitz. Neuerdings haben. die Nordamerikaner (z. T. auf Kosten der
Deutschen) sich mit zie@licher Energie auch auf diesen Zweig
des Erwerbslebens gelegt, dem bei der noch spärlichen Aus-
dehnung und Leistungsfähigkeit der bisherigen Anlagen, bei
den Vergünstigungen, die die Regierung industriellen Neu-
anlagen gewährt und bei den durch die Einfuhrzölle ermög-
) Die Biererzeugung im Lande betrug 1924 541.364 hl.