Full text: Mexico

Mexicanische Wirtschaft ete. 
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die vorher üblichen Zahlungsmittel. Die Verwendung europäi- 
scher Waffen und Angeln erleichterte Jagd und Fischfang. Die 
höhere Entwicklung des Bergbaus und des Hüttenwesens ge- 
stattete in Verbindung mit einem außerordentlichen Eifer im 
Aufsuchen vor Minen alsbald eine große Steigerung der Edel- 
metallerzeugung. 
Aber die Spanier übernahmen anderseits auch gar manches 
von den Indianern, vor allem die Kultur ihrer wichtigsten Nutz- 
pflanzen in solchem Grade, daß die Ernährung des Gesamt- 
volkes in der Hauptsache auf den einheimischen Nährpflanzen 
beruhen blieb, ferner in Gegenden, wo ihr Pflug keine Anwen- 
dung finden konnte, auch ganz und gar die primitive Art des 
Anbaues mit dem einzigen Unterschied, daß zur Rodung nun 
statt steinerner Äxte eiserne Verwendung fanden und daß nun 
eiserne Hacken und Buschmesser die Unkrautjätung erleich- 
terten. Die Spanier übernahmen von den Eingeborenen auch 
die weitere Behandlungsweise der Nutzpflanzen, sie nahmen den 
indianischen Mahlstein in ihre Haushaltung auf, benutzten 
indianische Töpferwaren, Körbe, Matten u. dgl., lernten von den 
[ndianern manche Jagd- und Fischfangmethoden; sie lernten 
von ihnen, wie Jagdwild in den Tropen durch Dörren haltbar 
gemacht werden kann u. s. w. Ja sie lernten sogar vielfach die 
Art des Hausbaus der Indianer und verwendeten sie auf dem 
Lande, so daß nur die Häuser der Städte und. die Hauptgebäude 
ihrer Haciendas und Klöster in der heimischen südspanischen 
Art mit ihren starken Anklängen an römische und maurische 
Bauten errichtet worden sind. Alles in allem genommen kann 
man sagen, daß ein gegenseitiges Geben und Nehmen seitens 
der beiden materiellen Kulturen stattfand, so zwar, daß in den 
Städten die europäische, auf dem Land aber die indianische 
im Übergewicht blieb. 
Eine nicht unbedeutende Zahl indianischer Nutz- 
pflanzen‘) (Kakao, Indigo, Baumwolle, Paprika) und sonstige 
landwirtschaftliche Betätigungen (Zucht der Cochenilleläuse 
auf Opuntien) haben die Europäer mit besonderem Eifer über- 
1) Vgl. den Aufsatz von G. Schweinfurth in der Ed.-Seler-Festschrift, 
Berlin 1925,
	        
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