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ein neues Beispiel für die Begriffsverschiebung, die Schumpeter
bei der Behandlung der speziellen Probleme bezüglich
der Begriffe Statik und Dynamik vornimmt, liefern werden,
wenngleich, was wir nicht unausgesprochen lassen wollen,
bezüglich dieses letzten Punktes die Dinge nicht völlig klar
liegen.
Die Äußerungen Schumpeters, in denen wir den fraglichen
Beweis erblicken, sind folgende: Das Problem, das die
überkommene Theorie in dem Vorhandensein von Produktionsmitteln
sieht, existiert auch nicht für die Durchsetzung neuer
Kombinationen, ‚weil diese die Produktionsmittel, die sie
brauchen, dem Kreislauf entnehmen‘!), Im Laufe unserer
Untersuchung wird sich zeigen, „daß, konkret gesprochen, die
Einführung neuer Produktionsmethoden überhaupt keine vorhergehende
Güteraufhäufung erfordert‘“?). Nicht irgendwelche
Güter werden aufgehäuft, auch keine ursprünglichen Produktionsmittel
geschaffen, sondern vorhandene Produktionsmittel
änders, Zweckmäßiger, vorteilhafter verwendet?).
Auf den ersten Blick scheint es, als ob Schumpeter
Genußgütervorräten nur dann eine besondere Funktion einräumen
will, wenn sich zwecks Durchführung neuer Methoden
eine vorhergehende Aufhäufung als notwendig erweist. Wir
glauben, hier ist kein langer Beweis nötig, um das zu widerlegen.
Ob die Genußgüter erst in genügender Menge aufgestapelt
werden und erst dann mit der Durchsetzung der geplanten
neuen Kombinationen begonnen wird, oder ob man sofort damit
beginnt, Arbeits- und Bodenleistungen in längeren Umwegen zu
investieren, während die nötigen Unterhaltsmittel aus einer
nebenhergehenden Spartätigkeit sukzessive zufließen, ist für
den Punkt, der hier in Frage steht — nämlich ob deshalb, weil
die Genußgütervorräte zeitraubende Produktionsumwege ermöglichen,
indem sie für Arbeiter und Grundherren als Vorschüsse
dienen, diesen vom Erfolg etwas zugerechnet werden
muß — völlig irrelevant. Das gibt Schumpeter selbst zu,
wenn er in seinem Beispiel vom isolierten Herrenhof schreibt:
„Zwar nicht immer, aber oft wird für die Durchführung einer
) Schumpeter, Entwicklung, S. 106. *) ebda., S. 48. %) ebda., S. 212,