das bekannteste Bankhaus von Amerika, sondern auch
bestimmt, in kommenden Zeiten Morgans Lebenswerk
fortzusetzen. Damals bestand die Firma aus zehn Mitgliedern:
John Pierpont Morgan, John Pierpont Morgan
jr., Edward T. Stotesbury, Charles Steele, Henry
P. Davison, Temple Bowdoin, Arthur E. Newbold,
William P. Hamilton, William H. Porter und Thomas
W, Lamont. Alle hatte Morgan, wie er es stets mit
seinen Teilhabern hielt, persönlich auf Grund seines
eigenen Urteils ausgewählt. Einige von ihnen wie Lamont
und Davison gehörten zu der jüngeren Generation;
diese beiden sind aus anderen Banken übergetreten
und haben an der Ausbreitung der Bankverbindungen
und -kontrolle des Hauses Morgan mitgeholfen,
die gerade charakteristisch für dasselbe ist.
Denn mit der Panik von 1907 brach für das Haus
Morgan eine neue Ära an. Die allgemeine Entwicklungsrichtung
ging von da ab nicht mehr so sehr auf
den Aufbau neuer großer Industrieunternehmungen
hin, sondern auf die Entwicklung und den Schutz der
bestehenden. So hat das Haus Morgan von 1907 ab
sich immer mehr wieder von der Tätigkeit eines großen
Gründers abgewandt und sich auf reine Bankgeschäfte
beschränkt. Damit war der Kreis geschlossen.
Als Bankier begann Morgan seine Laufbahn, als
Bankier beendete er sie auch — er hatte sich rechtzeitig
anderen Geschäften zugewandt und Millionen
und aber Millionen aus ihnen geschöpft, er hat sich
aber auch rechtzeitig wieder von ihnen abgewandt.
Dadurch eigentlich erst machte er die Bahn frei für
den Aufschwung seines Hauses zum wahren Weltbankier,
den er nicht mehr erleben sollte.
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