138 111. Lübecker Familien und Persönlichkeiten aus der Frühzeit der Stadt
meisters Wittenborg klingt das beruhigende Motiv der Spätzeit bereits an,
wenn er gar oft zwischen geschäftliche Eintragungen die Worte schreibt:
Omnibus adde modum, modus est pulcherrima virtus, „Halte Maß in allem,
Maßhalten ist die schönste Tugend‘“. Einem Bertram Morneweg wäre
dieser Gedanke für seine Handelstätigkeit jedenfalls fremd gewesen. Wir
haben uns nur mit dem Bürgertum der Frühzeit zu beschäftigen, und wer
heute einen Niederschlag dieser Zeit haben will, der richte seinen Blick auf die
Türme von St. Marien, wie sie mit der Wucht ihrer Steinmassen zum Him-
mel hinaufragen. Dann erhält man am besten ein Gefühl dafür, was für ge-
waltige Kräfte in dem Bürgertum dieser Lübecker Frühzeit gesteckt haben.
ANMERKUNGEN ZU III:
LÜBECKER FAMILIEN UND PERSÖNLICHKEITEN
AUS DER FRÜHZEIT DER STADT
1) Vortrag, gehalten am 11. März 1924 in der Gesellschaft zur Beförderung gemein-
nütziger Tätigkeit in Lübeck. Er beruht auf unmittelbarer Archivforschung. Soweit die
Belege nicht in meinen früher erschienenen Arbeiten enthalten sind, muß ich auf meine
später erscheinende ‚,Sozial- und Wirtschaftsgeschichte Lübecks bis zum Ausbau der
geschlossenen Stadtwirtschaft‘“ verweisen.
2) Siehe die Kartenbeilage.
3) Vgl. Rörig, Lübeck und der Ursprung der Ratsverfassung. Oben S. 20ff.
4) Ich verweise auf meine Ausführungen in der „„Deutschen Rundschau‘‘, September-
a2eft 1921, und in der Monatsschrift „Niedersachsen“, Oktober 1924,
5) Vgl. jetzt auch unten die Ausführungen über Rostock und Stralsund: S. 268 ff.,
Anm. 33 und 34; auch die allgemeinen S. 141f.
S) Vgl. jetzt unten S. 217ff.
7) Siehe jetzt unten S. 226,
3) Siehe den Abdruck unten S. 174ff.
9) Vgl. hierüber: Rörig, Außenpolitische und innerpolitische Wandlungen. in der
Hanse nach dem Stralsunder Frieden (1370). Siehe unten S. 150ff.