Full text : Hansische Beiträge zur deutschen Wirtschaftsgeschichte

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Putsche),  endlich  der  unorganisierte  Devisenhandel,  der  das  Hamstern  von
ausländischen  Noten  und  Devisen  sehr  erleichterte.
Bei  einer  Deflation  führt  die  —  durch  staatliche  Maßnahmen  bewirkte ­
  —  Verminderung  der  umlaufenden  Geldmittel  zu  einer  allgemeinen
G  e  l  d  w  e  r  t  st  e  i  g  e  r  u  n  g.  Die  Preise  sinken,  der  Preisdruck  schwächt
den  Jnvestitionswillen  der  Unternehmer  und  erzeugt  zunehmende  Arbeitslosigkeit. ­
  Die  Wertsteigerung  der  Geldforderungen  erhöht  die  Zinslast.
Auch  die  Deflation  zieht  gefährliche  soziale  Umschichtungen  nach  sich.  Als
Beispiel  einer  Deflationsperiode  ist  der  Versuch  der  deutschen  Regierung
im  Winter  1931/32  anzusehen,  auf  die  Preise  einen  künstlichen  Druck
auszuüben,  um  das  deutsche  Preisniveau  den  durch  die  verschiedenen  Währungsabwertungen ­
  ermäßigten  Weltmarktpreisen  anzugleichen.
Die  Sorge  um  die  Erhaltung  des  inneren  Geldwerts  steht  in  engster
Beziehung  zur  Regelung  des  Außenwerts.
3.  Der  äußere  Tauschwert  liutervalutarischer  Geldwert)
g)  Wechselkurs  und  Zahlungsbilanz
Während  für  den  inneren  Tauschwert  (Binnenwert)  des  Geldes  Faktoren
maßgebend  sind,  die  im  Bereich  der  eigenen  Volkswirtschaft  liegen,  wird
die  Gestaltung  des  äußeren  Tauschwerts  (intervalutarischen  Geldwerts)
bedingt  durch  den  Außenverkehr  einer  Volkswirtschaft,  den  Güter-  und
Kapitalverkchr  mit  dem  Auslande.  Der  Geldwert  oder  die  Kaufkraft  von
Währungseinheiten  verschiedener  Länder  wird  gemessen,  und  ihr  Wertverhältnis ­
  wird  festgestellt.  Wieviel  kann  man  z.  B.  für  einen  amerikanischen ­
  Dollar  in  Deutschland  kaufen,  und  welcher  Dollarbetrag  entspricht
dieser  Gütermenge?  Ebenso  umgekehrt:  Wieviel  kann  eine  Reichsmark  in
den  Vereinigten  Staaten  von  Amerika  kaufen,  und  welcher  Dollarbetrag
entspricht  dieser  Gütermenge?  Das  aus  diesem  Vergleich  der  Kaufkraft  sich
ergebende  Wertverhältnis  nennt  man  den  Wechselkurs  oder  den
Valuta  st  and.
Die  Preise  der  ausländischen  Zahlungsmittel  (Devisen)  werden  (theoretisch
  betrachtet)  bedingt  durch  Angebot  und  Nachfrage  und  die  Kaufkraftverhältnisse ­
  der  beiden  Währungen  zueinander.  Wer  Zahlungen  nach  dem
Auslande  zu  leisten  hat,  muß  Devisen  kaufen,  und  wer  Zahlungen  vom
Auslande  in  fremder  Währung  erhält,  wird  diese  Devisen  verkaufen.
Vermittler  sind  die  Kreditinstitute,  die  (bei  freier  Devisenwirtschaft)  die  an-
            
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