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konnten, für den Lebensmittel- und Holzexport der abgefallenen
Vereinigten Staaten einen Ersatz zu bieten. Von 701 Top
segelschiffen und 1681 Schaluppen, die im Jahre 1772 aus
nordamerikanischen Häfen nach Westindien gesegelt waren,
entfielen nur 2 der ersteren und 11 der letzteren auf das
später so genannte Britisch-Nordamerika. Im Winter war die
Schiffahrt mit Kanada über den St. Lorenz durch Eis, im
Sommer durch widrige Winde gesperrt. Trotz dieser un
günstigen Berichte empfahl das Komitee eine genaue, straffe
Befolgung des Prohibitivsystems. Jede Abweichung davon
würde Grofsbritanniens Handel und Schiffahrt der Rivalität der
revoltierenden Untertanen aussetzen. „72000 Pflanzer und
400000 Sklaven können gewifs keinen hinreichenden Grund
dazu geben, den Vorteil und sogar die Unabhängigkeit der
englischen Nation zu opfern!“ (G. Chalmers, S. 62). „If the
West-Indies expect protection from Great Britain, they must
be useful to her!“ (ebendort, S. 125). Die Drohungen der
Westindier, von England abzufallen und sich der Union an-
zuschliefsen, wurden in England kühl aufgenommen; denn
man durchschaute zu deutlich, dafs Westindien sich hüten
würde, sein Kolonialwarenmonopol auf den englischen Markt
aufs Spiel zu setzen. Nur England konnte ihm die hohen
Zuckerpreise bewilligen, ohne welche die britischen Pflanzer
ihre Wirtschaft nicht weiterzuführen vermochten.
So siegte in England der schutzzöllnerische Gedanke.
Auch die Absicht, die treugebliebenen Kanadier durch das
Monopol auf den westindischen Markt zu belohnen, mag dazu
beigetragen haben. An Vergeltungsmafsregeln der unter sich
selbst noch uneinigen und rivalisierenden Freistaaten glaubte
niemand. Man nahm an, dafs die Vereinigten Staaten ihre
agrarischen Interessen etwaigen handelspolitischen Vorteilen
vorläufig voranstellen würden. Am 4. April 1788 trat in Eng
land ein Gesetz in Kraft, welches die Ordre vom Jahre 1783
bestätigte und die amerikanischen Schiffe in den britischen
Häfen Westindiens ausschlofs.
2. Die gröfsere Fruchtbarkeit «1er ausländischen Kolonien.
Durch die politische und wirtschaftliche Trennung Britisch-
WOstindiens von den Vereinigten Staaten gewannen die fran
zösischen und spanischen Kolonien Gelegenheit, ihre natür
lichen Vorzüge an Fruchtbarkeit, worin sie die britischen
Inseln weit übertrafen, geltend zu machen. Der bisherige
Wohlstand der britischen Pflanzer hatte vor allem auf der
Vorzugsstellung, die ihnen auf dem nordamerikanischen Kon
tinente eingeräumt war, nicht etwa auf der Fruchtbarkeit
ihres Bodens beruht. Die nichtbritischen Plantagen gaben
viel höhere Erträge, wie folgende Quellenangaben versichern.